«Der Pneukran der RS geht baden», schreibt ein Bremgarter auf Facebook, der am Montag mit seinem Boot auf der Reuss unterwegs war. Unterhalb von Bremgarten, auf der Höhe einer grossen Treibhausanlage in Eggenwil (auf dem Bild oben auf der anderen Flussseite), war die Armee daran, eine provisorische Brücke zu bauen. Dabei kippte am Morgen ein weisser Baukran und fiel in die Reuss, wie Armeesprecher Daniel Reist gegenüber «20 Minuten» bestätigte.

Nur kurze Zeit später kam der Bremgarter auf dem Fluss an der Stelle vorbei. «Auf der Bootsfahrt nach Mellingen wurde ich angewiesen auszuwassern und 100 Meter zu laufen», schreibt er auf Facebook. Dann habe er einer Familie mit zwei Kindern geholfen, ihr Gummiboot den Fluss entlang zu transportieren. Der Mann kritisiert die Armee und hält fest, es habe keine Signale für Flusssperrung oder Auswasserung gegeben.

Hier passierte der Unfall

Zuerst sei vor Ort unklar gewesen, wie viele Verletzte der Unfall gefordert hatte, schreibt er. Ein Rekrut habe ihm gegenüber von zwei Verletzten gesprochen, ein Korporal von fünf. Inzwischen ist klar: Beim Kranunfall wurden insgesamt drei Rekruten verletzt. Laut Armeesprecher Daniel Reist hätten zwei Rekruten leichte Verletzungen erlitten und seien deshalb zur Kontrolle ins Spital gebracht worden, ein Dritter trug einen Schock davon. Weshalb es zum Kranunfall kam, war vorerst unklar, die Militärjustiz leitete eine Untersuchung ein. «Ich hoffe, die Verletzten sind bald wieder wohlauf», schliesst der Facebook-Beitrag des Bremgarter Bootfahrers.

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