Kelleramt
60 Schüler weniger an der Kreisschule

Die Umstellung auf sechs Jahre Primar forderte von der Schulleitung viel Flexibilität.

Dominic Kobelt
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An der Kreisschule Kelleramt unterrichtet man mit neuen Technologien, aber auch Knigge steht auf dem Lehrplan. Kob/Archiv

An der Kreisschule Kelleramt unterrichtet man mit neuen Technologien, aber auch Knigge steht auf dem Lehrplan. Kob/Archiv

Im Sommer 2015 war es das erste Mal, dass die Primarschüler den Schritt an die Oberstufe erst nach sechs Jahren absolvierten. Dies habe an die Lehrer als auch an die Schulleitung grosse Anforderungen gestellt und viel Flexibilität erfordert, schreibt Béatrice Koller, Präsidentin der Abgeordneten der Kreisschule Kelleramt, in ihrem Jahresbericht.

Die Schülerzahl an der Real- und Sekundarschule ging um 60 zurück. «Der grosse Sprung war vom Schuljahr 2013/14 auf 2014/15 mit 52 Schülerinnen und Schülern weniger. Im Schuljahr 2015/16 waren es dann nochmals 8 weniger», erklärt Koller. Im Vorfeld und während des Schuljahres hätten vermehrt Gespräche mit den Primarschulen der fünf Verbandsgemeinden stattgefunden, was sich bewährt habe. Während des Berichtsjahrs ist denn auch das letzte Mal eine Aufnahmeprüfung an die Sekundar- und die Bezirksschule durchgeführt worden. In Zukunft gibts nur noch Übertritte auf Empfehlung der Klassenlehrperson.

Im vergangenen Schuljahr sind alle Oberstufenschüler mit iPads ausgerüstet worden. Wie Schulleiter Walter Koch schreibt, habe die Kreisschule Kelleramt mit dieser Innovation einen grossen Schritt nach vorne gemacht. «Informatik- und Kommunikationskompetenzen werden in Zukunft immer wichtiger für das Bestehen im Arbeitsmarkt.»

Nicht nur neue Technologien, auch gutes Benehmen wird an der Schule gelehrt. Dabei sollen ältere und jüngere Schüler voneinander lernen können. Diverse Aktionen hätten zu einem «deutlich besseren Klima zwischen Grossen und Kleinen» geführt.

Organisatorische Änderungen

Auch die Organisation hat sich in verschiedener Hinsicht verändert: Die Anzahl der Abgeordneten wurde um die Hälfte reduziert, die Kreisschulpflege zählt ab der Amtsperiode 2018/21 nur noch fünf Mitglieder und die Kontrollstelle agiert mit zwei anstelle der bisherigen drei Mitglieder. Der Verteilschlüssel der Betriebskosten wurde angepasst und richtet sich neu zur Hälfte nach den Einwohnern und zur Hälfte nach den Schülerzahlen aus den Mitgliedsgemeinden.

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