Erklärung
«Der einzige Weg aus dieser Krise führt über unsere Immunität»: SP will Debatte über Impfpflicht

Jürg Knuchel, Arzt im Kantonsspital Aarau (KSA), verlas an der Grossratssitzung die Fraktionserklärung der SP. Die Fraktion fordert «mit Nachdruck» drei Punkte.

Eva Berger
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Zu Beginn der Grossratssitzung am Dienstag wandten sich die Fraktionen von der Mitte und SP mit Fraktionserklärungen an ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Mitte forderte den Regierungsrat auf, einen Entscheid zu den Tarifen in den Spitälern, Heimen und der Spitex zu fällen. Man sei dem Pflegepersonal enorm dankbar für ihre Leistungen, gerade in der Pandemie. Aber dieser Entscheid stehe immer noch aus, sagte Andre Rotzetter.

Ebenfalls zur Pandemie hatte die SP etwas zu sagen. Jürg Knuchel, der selber Arzt im Kantonsspital Aarau (KSA) ist, verlas die Fraktionserklärung. Zusammen mit der SP Kanton Aargau fordert die Fraktion «mit Nachdruck» drei Punkte.

Jürg Knuchel ist Arzt im Kantonsspital Aarau.

Jürg Knuchel ist Arzt im Kantonsspital Aarau.

zvg

Erstens soll eine breite und ernsthafte Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht für alle erwachsenen Personen geführt werden. Weiter müssten die Impfkapazitäten im Kanton sofort und überall voll ausgeschöpft und verstärkt werden. Alle, die einen Booster brauchen, sollen diesen so rasch als möglich auch erhalten können, sagte Jürg Knuchel.

Homeoffice-Pflicht für Nicht-Geimpfte

Weiter brauche es konsequente Schutzmassnahmen. Die SP schlägt hier eine allgemeine Maskenpflicht vor. Diese soll für alle gelten, auch an den Schulen. Für jene Personen, die weder geimpft noch genesen sind, soll zudem eine Homeoffice-Pflicht eingeführt werden.

Auch das repetitive Testen haben die Sozialdemokraten im Fokus: Dieses müsse ab sofort konsequenter, verbindlicher und an allen Schulen umgesetzt werden. Dazu seien unverzüglich die notwendigen personellen Ressourcen zur Unterstützung der Schule bereitzustellen.

Knuchel sagte:

«Der einzige Weg aus dieser Krise führt über unsere Immunität»

Das geschehe entweder über eine durchgemachte Infektion oder eben die Impfung. «Ich bitte Sie, vor dieser Realität und vor all dem Leid, das mit einer Infektion verbunden sein kann, nicht die Augen zu verschliessen», appellierte der Arzt an Regierungsrat und Grosser Rat.

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