Wahlen 2011

Die FDP Aargau präsentiert ihre Nationalratskandidaten

Ehrengast Johann Schneider-Ammann (vorne in der Mitte) hat sich fürs Gruppenfoto zu den Kandidatinnen und Kandidaten dazugestellt.

Die Nationalratskandidaten der FDP Aargau

Ehrengast Johann Schneider-Ammann (vorne in der Mitte) hat sich fürs Gruppenfoto zu den Kandidatinnen und Kandidaten dazugestellt.

Als letzte der grossen Parteien hat die FDP Aargau ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen nominiert. Das ambitionierte Ziel ist klar: Die beiden Sitze halten und drittstärkste Partei im Aargau bleiben.

Als Ehrengast wohnte Bundesrat Johann-Schneider-Ammann dem Nominationsparteitag bei. Niederlagen einzustecken sei keine Schmach. Eine Schmach sei es, nach einer Niederlage nicht den Willen zu haben, wieder aufzustehen, machte er den Aargauer Freisinnigen für den Wahlkampf Mut. «Das Land hat es durch uns so weit gebracht, wie es ist, es braucht die freisinnige Gesinnung», rief er in den Saal des neuen Sportzentrums Mülimatt in Brugg-Windisch.

Nichts übers Knie brechen

Gespannt war man natürlich darauf, was Schneider-Ammann am Vorabend zur schicksalsträchtigen Bundesratssitzung zur künftigen Energiepolitik zur Frage des Ausstiegs oder Festhaltens an der Kernenergie sagen würde. Selbstverständlich gab er nicht klipp und klar preis, wie er am Mittwoch im Bundesrat stimmen wird, seine Aussagen liessen aber doch einigermassen deutlich erkennen, dass von ihm kaum Unterstützung für einen verbindlichen Beschluss zum Ausstieg aus der Kernenergie zu haben ist.

So einen viele Generationen betreffenden Grundsatzentscheid dürfe man nicht übers Knie brechen. Und der Bundesrat dürfe sich durch eine Flut von parlamentarischen Vorstössen nicht dazu gezwungen sehen, in ein paar wenigen Wochen eine ganz neue Energiepolitik einfädeln zu wollen.

Anforderungen an die Energieversorgung fomuliert

«Erschwinglich, sicher, umweltschonend», so definierte Daniel Heller, Präsident der freisinnigen Grossratsfraktion, die Anforderung an die Energieversorgung, wie man sie im Wahlkampf formulieren will. Ob damit nun mit oder ohne Kernenergie gemeint ist, das liess auch er bei der Präsentation der zentralen Wahlkampfbotschaften, mit denen man im Herbst punkten will, offen. Dazu gehört weiter ein Bekenntnis zur wirtschaftlichen Öffnung, will heissen ein klares Ja zur Personenfreizügigkeit und ein ebenso klares Nein zum EU-Beitritt. Die Freisinnigen wollten Leader sein bei der Formulierung und Durchsetzung von Reformen, so Heller. Dies in klarer Abgrenzung von den Polparteien SVP und SP, die sich in Problembewirtschaftung übten.

Aber auch auf eine andere Abgrenzung legt die Aargauer FDP Wert. «Sie hat sich nie als Mittepartei verstanden», so Präsident Thierry Burkart in seiner Eröffnungsrede. Eine konsequent liberale Politik sei keine Politik der Mitte, die Mitte sei auch keine politische Position. Vielmehr entlarve man seine Unentschlossenheit, wenn man sich dort positioniere.

Unbestrittene Liste

Der eigentliche Höhepunkt des Parteitags, die Nomination der Nationalratskandidaten und -kandidatinnen, erfolgte nach einer Vorstellungsrunde, die Caspar Zimmermann von Radio Argovia moderierte. Und zwar in globo per Akklamation. Die Listengestaltung gab zu keinen Diskussionen mehr Anlass, nachdem es im Umfeld der Abstimmung über die Umfahrung Mellingen manchen Freisinnigen sauer aufgestossen war, dass Pro-Natura-Geschäftsführer Johannes Jenny auf der FDP-Liste figuriert.

Die Kandidaten (in der Reihenfolge ihrer Listenplätze) sind: Philipp Müller (Jahrgang 1952, Reinach, bisher); Corina Eichenberger (1957, Kölliken bisher); Thierry Burkart (1975, Baden, Kantonalparteipräsident und Grossrat); Ulrich Bürgi, (1957, Aarau, Einwohnerrat); Martin Hächler (1954, Zeihen); Claudia Hauser (1968, Döttingen); Matthias Jauslin (1962, Wohlen, Grossrat und Vizeammann); Johannes Jenny, 1960, Baden, Einwohnerrat); Daniel Lüem (1967, Hendschiken, Grossrat und Gemeindeammann); Manuel Mauch, 1979, Wallbach); Titus Meier, 1981, Brugg, Einwohnerrat; Maja Riniker-Baumann, 1978, Suhr); Barbara Urech-Eckert, 1972, Aarau); Maja Wanner, 1954, Würenlos, Grossrätin); Reto Wettstein, 1979, Brugg, Einwohnerrat).

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