Brugg
Wohnen im Alter und Sicherheit sind für Senioren wichtige Themen

Mit dem überarbeiteten Altersleitbild werden neue Massnahmen formuliert – denn bis 2040 soll es fast doppelt so viele Senioren haben.

Michael Hunziker
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Im überarbeiteten Altersleitbild ist als Ziel definiert, verschiedene Wohnungsangebote im Alter zur Verfügung zu stellen.

Im überarbeiteten Altersleitbild ist als Ziel definiert, verschiedene Wohnungsangebote im Alter zur Verfügung zu stellen.

Chris Iseli

Die Ziele sind definiert, die Verantwortlichkeiten geregelt – jetzt geht es an die Umsetzung: Das Altersleitbild der Stadt Brugg ist überprüft und überarbeitet worden. Verschiedene Massnahmen werden weitergeführt: Hindernisfreies Bauen, gute Verkehrsverbindungen sowie medizinische Versorgung lauten einige der Stichworte.

Aber auch neue Vorschläge sind ausgearbeitet worden. So sollen, unter anderem, die Sicherheit im öffentlichen Raum gefördert, Wohnmöglichkeiten im Alter zur Verfügung gestellt, die regionale Zusammenarbeit gestärkt oder Angebote zu Sterbebegleitung geprüft werden.

An einer Medienorientierung haben die Vertreter der Projektgruppe gestern Montag über die Neuerungen informiert. Anwesend waren Reto Wettstein, Stadtrat Brugg; Roland Guntern und Yvonne Berglund von Pro Senectute; Urs Strub, Vizepräsident Seniorenrat Brugg.

Seniorenrat ist starker Partner

2007 wurden in Brugg die Arbeiten am Altersleitbild aufgenommen. Der Prozess konnte 2008 abgeschlossen werden. Eingebunden in diesem waren alle Organisationen und Institutionen des Alters- und Gesundheitsbereichs.

Wichtige Meilensteine wurden inzwischen erreicht, diverse Aufgaben angepackt. Eingerichtet wurde beispielsweise die Koordinationsstelle Alter, die für Information und Beratung zuständig ist.

Ebenfalls gegründet wurde – als starker Partner – der Seniorenrat Stadt Brugg, der sich vor allem engagiert im Bereich Freizeitgestaltung, Veranstaltungen und Freiwilligenarbeit.

Zusammengeführt wurden weiter die Spitex-Organisationen und verteilt die Broschüre «Gut informiert im Alter». Überdies wurde die Zusammenarbeit zwischen Alterszentrum Brugg und Pflegeheim Süssbach gestärkt.

Die Vertreter der Projektgruppe sprachen alles in allem von einer gelungenen Geschichte. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen für die Altersarbeit stark verändert.

«Weiterhin nimmt der Anteil der älteren Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung zu», hielt Roland Guntern fest. Gemäss Prognose von Statistik Aargau wird bis 2040 in der Stadt Brugg die Bevölkerung der über 60-Jährigen von heute rund 2900 auf rund 4800 Personen ansteigen.

Grund genug, die damals formulierten Massnahmen kritisch zu bewerten. Vorbereitet wurden die Tätigkeiten in der Projektgruppe. Auseinandergesetzt mit den Papieren hat sich in der Folge auch eine breit abgestützte Echogruppe.

Eingeflossen in die Abklärungen sind die Erkenntnisse aus den Fusionsgesprächen zwischen Brugg und Schinznach-Bad sowie die Ergebnisse der Umfrage des Seniorenrats. Diese wurde unter den knapp 550 Mitgliedern durchgeführt.

Bei der Präsentation der Resultate Ende Juni 2016 zeigte sich, welche Themen besonders am Herzen liegen: «Älter werden zu Hause/Wohnen im Alter» sowie «Sicherheit und Hindernisse/ Infrastruktur».

Die Weichen sind richtig gestellt

Für die Zukunft geplant, ist dem überarbeiteten Altersleitbild zu entnehmen, sind neue Aktivitäten bei der medizinischen Versorgung, beim Aufbau von Treffpunkten, bei der Verbesserung des öV-Angebots oder aber bei den generationenübergreifenden Aktionen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt sowie den Organisationen und Institutionen sei ein wesentlicher Faktor dafür, dass eine erfolgreiche Altersarbeit möglich sei, stellten die Vertreter der Projektgruppe übereinstimmend fest.

Dank der Koordinationsstelle Alter und dem Seniorenrat Stadt Brugg hätten wichtige Aufgaben umgesetzt werden können.

Für die Zukunft seien die Weichen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung richtig gestellt. Es gelte, weitere Schritte zu machen und die Bedingungen zu schaffen für ein lebenswertes und gesundes Altern, fasste Roland Guntern zusammen.

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