Oberflachs
Wenn bis April nichts passiert, muss der Maxi in Oberflachs schliessen

Der Maxi-Laden in Oberflachs kämpft seit längerem um sein Überleben. Mit den neuen Öffnungszeiten am Sonntag hofft Pächter Daniel Vögeli auf mehr Kundschaft. Doch die Situation wird immer schwieriger.

Elisabeth Feller
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Daniel Vögeli (rechts) strahlt – obwohl die Mühen mit seinem Maxi-Laden in Oberflachs nicht abreissen. EF.

Daniel Vögeli (rechts) strahlt – obwohl die Mühen mit seinem Maxi-Laden in Oberflachs nicht abreissen. EF.

Elisabeth Feller

«Wenn sich die Situation nicht grundsätzlich ändert, muss ich Ende Dezember den Laden schliessen und Konkurs anmelden.» So sprach Daniel Vögeli, Pächter des Maxi-Ladens in Oberflachs, im Oktober. Eine Schliessung fasst Vögeli zum jetzigen Zeitpunkt zwar nicht ins Auge, aber das Wasser steht ihm bis zum Hals.

Zur Vorgeschichte: Vor drei Jahren übernahm Vögeli jenen Laden mitten im Dorf, der zuvor in der Hand von Volg gewesen war. Rückläufige Umsatzzahlen hatten Volg bewogen, sich aus Oberflachs zurückzuziehen. Mit Vögeli kam ein Detaillist in die Gemeinde, der auf eigene Rechnung den Laden übernahm.

Dann kam der Einbruch

Vorerst liess sich alles gut an, doch Ende 2010 musste sich Vögeli eingestehen: nicht kostendeckend. 2012 kam nach einem erfreulichen Beginn der Einbruch; Vögeli sah sich gezwungen, ab April 2013 die Öffnungszeiten des Ladens zu reduzieren. Die Umsatzeinbusse von 30 Prozent traf den Pächter des neben der Metzgerei Suter einzigen Dorfladens in Oberflachs schwer.

Trotzdem er auf Anraten seines Unternehmensberaters seit November auch an Sonn- und Feiertagen öffnet, bleibt ein signifikanter Zuspruch aus. Über die Gründe, weshalb die Kundschaft ausbleibt, mag Vögeli nicht mehr spekulieren.

Jedenfalls arbeitet er jetzt noch an drei Nachmittagen in der Woche auswärts, um seine Existenz zu sichern. Das kann er aber nur, weil der Maxi-Laden von 17 bis 19 Uhr geöffnet hat und Vögeli eine treue Aushilfe hat.

Wie geht es nun weiter?

Ab kommendem Januar bleibt der Maxi-Laden jeweilen am Montag geschlossen; etwa Mitte des Monats erfolgt eine Teilliquidation, damit der Pächter finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Zudem wird das bisherige, rund 3500 Artikel umfassende Sortiment stark gestrafft – und dann?

Daniel Vögeli macht keinen Hehl daraus, dass er «sofort zugreifen» würde, fände er eine 100-Prozent-Stelle. «Jetzt warte ich noch etwas zu», betont er, «doch wenn bis April nicht eine markante Besserung, also ein Zugewinn von Kundinnen und Kunden eintritt, muss ich den Maxi-Laden wirklich aufgeben.»

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