Brugg/Windisch
Warum die Suchtberatung nach Windisch zieht – und was es den Betroffenen bringt

Angehörige und Betroffene bekommen künftig unabhängig von der Bezirksgrenze kostenlose Hilfe bei der Suchtberatung in Windisch.

Claudia Meier
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Die Suchtberatung zieht von Brugg nach Windisch. (Symbolbild)

Die Suchtberatung zieht von Brugg nach Windisch. (Symbolbild)

KEYSTONE

Egal, ob Probleme mit Alkohol, Cannabis, Heroin, Kokain, Partydrogen oder stoffungebundenen Abhängigkeiten wie Essstörungen, Spiel-, Internet- sowie Kaufsucht: Das Team der Beratungsstelle an der Annerstrasse in Brugg hilft der Bevölkerung im Bezirk Brugg bei Suchterkrankungen.

Mitte Januar 2018 wechselt die Suchtberatung ags ihren Standort und zieht von der Stadt weg nach Windisch – an die Zürcherstrasse 1202 in den 6. Stock im Personalhaus (Eingang Ost) auf dem Areal Königsfelden. Mit diesem Schritt wird der Versorgungsauftrag «Integrierte Suchtbehandlung Aargau» des kantonalen Departements Gesundheit und Soziales von vier Kooperationspartnern gemeinsam umgesetzt.

Sowohl das Beratungszentrum Bezirk Baden, die Klinik im Hasel AG, die Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) als auch die Suchthilfe ags erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Suchtberatung und Suchtmedizin. Sie informieren, begleiten, beraten und bieten Therapie an. Das Ziel ist, dass der Zugang zum Angebot rasch und unkompliziert erfolgt.

Neuer Leiter, bisherige Berater

Deshalb werden beispielsweise die Bezirksgrenzen aufgehoben und Klienten aus dem Kanton Aargau wählen selbst, welche Beratungsstelle sie aufsuchen möchten. Menschen mit einer Substanz- oder Verhaltensstörung sowie ihren Angehörigen soll es so leichtfallen, sich anzumelden und einen Beratungs- oder Behandlungstermin wahrzunehmen.

Für den Standort Brugg bedeutet der geplante Umzug, dass sich die Beratungsstelle neu auf der gleichen Etage mit dem Ambulatorium, Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der PDAG, befinden wird. «Empfang, Sekretariat und Sitzungsräume werden wir gemeinsam nutzen», sagt Jürg Kehrli. Er hat ab Januar 2018 die Leitung der Beratungsstelle ags, Brugg, Rheinfelden und Döttingen inne. Alle bisherigen Berater und Beraterinnen werden an den neuen Standort wechseln.

Neu wird der langjährige Stellenleiter Hanspeter Stocker nur noch mit einem kleinen Pensum in Brugg respektive Windisch arbeiten, da er künftig hauptsächlich im ags Aarau tätig sein wird. Ausserdem wird eine Beraterin von der Suchtberatung ags, Döttingen, ab 2018 neu als delegierte Psychotherapeutin im Ambulatorium der PDAG angestellt sein.

Im Grundsatz ändert sich laut Kehrli aber nichts am Angebot der Suchtberatung ags, Brugg. Das Team wird weiterhin Betroffene und Angehörige (Eltern, Arbeitgeber, Schulen und andere Fachpersonen) beraten und begleiten. «Wir werden unseren Klienten, in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten des Ambulatoriums, gezielt und rasch suchtmedizinische Unterstützung und Behandlung vermitteln können», betont der neue Leiter.