Brugg
Velofahrer müssen in der Süssbachunterführung nicht mehr absteigen

Wenn alles reibungslos verläuft, können die Bauarbeiten in der Unterführung zwischen Brugg und Windisch noch 2020 beginnen. Gleichzeitig mit der Umgestaltung wird auch das Fahreverbot aufgehoben.

Michael Hunziker
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Vorgesehen ist, den Gehweg in der Süssbachunterführung tiefer zu legen und die Trennwand zum Bach zu verschieben, um mehr Platz zu schaffen.

Vorgesehen ist, den Gehweg in der Süssbachunterführung tiefer zu legen und die Trennwand zum Bach zu verschieben, um mehr Platz zu schaffen.

Michael Hunziker

Licht ist zu sehen am Ende des Tunnels respektive: am Ende der Süssbachunterführung zwischen Brugg und Windisch. Das von vielen Seiten lang ersehnte Umgestaltungs-Projekt liegt vor.

Bis Ende dieses Monats soll die vorläufige Projektgenehmigung mit dem Kreditbeschluss des Kantons erfolgen. Gerechnet wird mit Kosten von voraussichtlich rund 0,9 Mio. Franken. Die öffentliche Auflage ist nach den Herbstferien geplant.

Die weiteren Schritte hängen ab vom Ergebnis der Auflage, sprich: allfälligen Einsprachen. Nach der Behandlung, der Zustimmung durch den Regierungsrat sowie dem Abschluss der Vereinbarungen über vorübergehende Landbeanspruchungen kann der Baubeginn erfolgen – gemäss Abteilung Planung und Bau in Brugg «im besten Fall noch 2020».

Die Verbindung für den Langsamverkehr unter den Bahngleisen unmittelbar beim Firmenareal der Kabelwerke wirkt heute alles andere als einladend mit den engen und dunklen Verhältnissen. Eine Sanierung ist seit Jahren ein Thema. Erforderlich waren diverse Abklärungen, geprüft wurden verschiedene Varianten.

Bei Überflutung muss kurzzeitig gesperrt werden

Nun soll die Süssbachunterführung, lautet die Absicht, so angepasst werden, dass das bestehende Fahrverbot für Velofahrer aufgehoben werden kann. Auch auf der Rampe auf Brugger Seite, so der Plan, ist das Velofahren künftig erlaubt neben dem Fussweg.

Vorgesehen ist in der Unterführung, den heutigen Gehweg um bis zu 55 Zentimeter tiefer zu legen und die Trennwand zum Bach seitlich verschoben neu zu erstellen. Anders ausgedrückt: Es wird mehr Platz geschaffen, sodass zwei Velofahrer aneinander vorbeikommen.

Weil dadurch aber der Raum für den Süssbach reduziert wird, muss etwa alle zwei bis drei Jahre mit einer Überflutung der Unterführung gerechnet und jeweils eine kurzzeitige Sperrung in Kauf genommen werden, hält die Abteilung Planung und Bau in Brugg fest.

Die Stadt wird nicht zur Kasse gebeten

Erneuert werde ebenfalls die Beleuchtung und gegenüber dem heutigen Zustand verstärkt, «was zu einem freundlicheren Erscheinungsbild führt».

Erfreulich für Brugg: Die Stadt muss für den Ausbau der Süssbachunterführung keinen Beitrag leisten (die AZ berichtete). Denn die Erstellung kantonaler Radrouten fällt nicht unter die Beitragspflicht der Gemeinden, sondern geht zulasten der Strassenrechnung des Kantons.

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