Untersiggenthal/Stilli
Geretteter Knabe befindet sich in stabilem Zustand

Warum ein zweijähriger Knabe in die Aare gefallen ist am Sonntagnachmittag in Untersiggenthal, ist nach wie vor unklar.

Michael Hunziker
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Ausgangs Stilli konnte der Knabe aus der kalten Aare gezogen werden.

Ausgangs Stilli konnte der Knabe aus der kalten Aare gezogen werden.

Bild: mhu
(14. Januar 2018)

Dramatische Szenen haben sich abgespielt am Sonntagnachmittag: Eine Person meldete, dass in Untersiggenthal ein Kind in die Aare gefallen sei. Sofort rückten mehrere Patrouillen der Kantons- und Regionalpolizei aus. Ausgangs Stilli konnte der zweijährige Knabe schliesslich aus dem kalten Wasser gerettet und mit dem Rega-Helikopter ins Spital geflogen werden.

Gemäss Infostand der Kantonspolizei Aargau, heisst es am Tag darauf, sei der Zustand des Kindes stabil. Nähere Angaben zum Unfallhergang könnten noch keine gemacht werden. Die Abklärungen seien im Gang, führt die Kantonspolizei aus. Aktuell seien diverse Befragungen ausstehend.

Der Beitrag von Tele M1.

Ereignet hat sich der Unfall am Sonntag kurz vor 13.30 Uhr. Der Regionalpolizei (Repol) Brugg gelang es mit ihrem Rettungsboot, den stark unterkühlten Knaben aus Afghanistan aus dem knapp 7 Grad kalten Fluss zu ziehen.

Rund 15 Mal pro Jahr, heisst es auf Nachfrage, rückt die Repol mit ihrem Boot zu Ernstfällen aus: Vermisstensuche, herrenlose Boote usw. Pro Jahr werden zudem drei Übungen pro Mitarbeiter durchgeführt. Die Suche nach vermissten Personen nimmt oft kein glückliches Ende: Jedes Jahr muss die Repol etwa fünf tote Personen aus dem Wasser bergen. Eine Person kann durchschnittlich lebend geborgen werden.

Das Rettungsboot ist angebracht beim alten Zeughaus am Aareufer in Brugg und ist Eigentum des Waffenplatzes Brugg, gehört also dem Militär. Die Regionalpolizei (Repol) Brugg darf das Boot schon seit vielen Jahren benützen.

Die nervenaufreibende Rettungsaktion am Sonntagnachmittag sei mit vielen Emotionen verbunden gewesen, sagt Patrik Lehmann, Polizeichef-Stv., gegenüber dem Fernsehsender Tele M1. Glücklicherweise habe die Kleidung des Kindes für einen gewissen Auftrieb gesorgt. Zudem habe sich der Knabe in Rückenlage befunden und deshalb atmen können. Gemäss Tele M1 trieb der Zweijährige gegen 20 Minuten im Wasser, wurde von der Strömung rund 700 Meter mitgerissen.