Auenstein
Trotz Regen viele Teilnehmer am Jubiläums-Grenzumgang

Eine beachtliche Schar war trotz zum Teil miserablem Wetter auf dem Jubiläumsjahr-Grenzumgang in Auenstein dabei. Unterwegs waren die Teilnehmer zu Fuss, im Allradfahrzeug und per Boot.

Louis Probst
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Jubiläumsjahr-Grenzumgang in Auenstein
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Auensteins Gemeindeammann schreitet voran
Gipfelrast
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Jubiläumsjahr-Grenzumgang in Auenstein

Louis Probst

«Wenn der Gemeindeammann Wasser heisst, muss man sich nicht wundern, wenn es regnet», meint oben auf der Gisliflue einer der Grenzumgänger. Christoph Wasser, Gemeindeammann von Auenstein, nimmt es mit Humor. Und es regnet ja tatsächlich. Das konnte aber eine grosse und wetterfeste Schar nicht davon abhalten, sich auf den Grenzumgang zu begeben, der einen Teil der Aktivitäten zum Jubiläum «800 Jahre Auenstein» bildet.

Am Anfang war es – bequem im Allradfahrzeug – vom Ausgangs- und Zielpunkt im Steinbruch Jakobsberg durch die Mondlandschaft des Abbaugebietes der Jura Cement hinaufgegangen zum Informationspunkt oberhalb des Steinbruchs Oberegg. Dort informierte Marcel Bieri von der Jura Cement über den Steinbruch, und Reto Porta, Gemeinderat und «Wanderleiter», stellte den Gemeinderat und das Organisationskomitee vor, das unter Leitung von Rainer Klöti die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr organisiert. Porta zum Wetter: «Auenstein braucht nicht schönes Wetter, um schön zu sein.»

Kein Ausblick ...

Zu Fuss folgte man schön der Grenze. Beim Aufstieg vom Bäumer zum Grat der Gisliflue wurden auch persönliche Grenzen spürbar. Dank der Taue – angebracht vom Team, das die Gemeindegrenze begehbar gemacht hatte – konnten sie jedoch überwunden werden. Nach einem Zwischenhalt bei der FDP-Beiz und nach einer Information von Hans Joho über Orts- und Flurnamen, versammelten sich die Grenzumgängerinnen und Grenzumgänger ums Triangulationsdreieck auf der Gisliflue. Von Fernsicht keine Spur. Dafür begrüsste der Thalheimer Gemeindeammann Roland Frauchiger. «Auf höchstem Niveau, aber fremdem Boden», wie er feststellte.

... aber ein Einblick

Von jetzt an geht es nur noch bergab. Hinunter zur Lochwand-Beiz des Heliosport-Clubs. Dort warteten die Heliosportler – allerdings nicht im Vereinstenue – mit einer stärkenden Suppe auf. Und man erhielt Gelegenheit, einen gespannten Blick durchs Loch in der Wand zu tun. Ganz offiziell. Zu Fuss und ein Stück weit wieder im Allradfahrzeug ging es hinunter zur Aare, wo Hans Andres Frei über den Bau des Kraftwerkes berichtete.

Dann wurde eingeschifft. Das Boot der Rupperswiler Wasserfahrer umrundete die weisse Boje, die den Punkt markiert, an dem die Grenzen von Auenstein, Rupperswil, Biberstein und seit neuestem auch Aarau aufeinanderstossen, und steuerte das Beizli des Freiangler-Vereins – auf Rupperswiler Territorium – an.

Impresssionen vom Jubiläums-Grenzumgang
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Impresssionen vom Jubiläums-Grenzumgang
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Impresssionen vom Jubiläums-Grenzumgang

Impresssionen vom Jubiläums-Grenzumgang

Nach einer Stärkung ging es zu Fuss weiter, zur Spitze der Insel zwischen Aare und Unterwasserkanal. Dort wartete die Loki-Beiz. Und Martin Joho wusste viel Interessantes aus der Geschichte von Auenstein zu berichten. Fürs letzte Stück wurde wieder eingeschifft. Knappe acht Stunden nach Beginn des Grenzumganges war der Ausgangspunkt wieder erreicht.

Man musste den Erben des Mangold von Gowenstein, die 1212 mit der Schenkung ans Kloster St. Urban das Auensteiner Jubiläumsjahr ausgelöst hatten -- und natürlich den Organisatoren und vielleicht sogar dem Eisheiligen Sankt Pankratius – dankbar sein. Sie hatten jedenfalls für eine eindrückliche Grenzerfahrung gesorgt.

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