Thalheim
Thalheim steckt über 5 Millionen Franken in die Strassen

In Thalheim sollen die Strasse im Gebiet Häuptli sowie die Kantonsstrasse auf Vordermann gebracht werden. Beide Geschäfte – mit Krediten von insgesamt mehr als 5 Millionen Franken – stehen an der Gemeindeversammlung zur Diskussion.

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Strassenbau Oberdorf:Geplant ist ein Gehweg.

Strassenbau Oberdorf:Geplant ist ein Gehweg.

zvg

Der geplante Ausbau und die Sanierung der Strasse Häuptli inklusive Werkleitungen dient, so der Gemeinderat Thalheim, «vor allem auch dazu, die verschiedenen noch bestehenden Baulandreserven zu erschliessen».

Der Hintergrund: Die Strasse im «Häuptli» wurde im Laufe der letzten Jahrzehnte mit dem Neubau der Wohnhäuser abschnittsweise erstellt. Allerdings: Die Strassenanlage deckt sich laut Gemeinderat nur in einzelnen kurzen Abschnitten mit der Vorgabe aus dem Überbauungsplan aus dem Jahr 1988. Denn ein Grossteil wurde bereits zuvor realisiert. Überdies sei der Zustand von Kofferung und Belag ungenügend und die Strassenentwässerung und -beleuchtung müssten ergänzt werden.

Strassenkoffer wird ersetzt

Vorgesehen ist, die Schmutzwasserleitung zu erneuern, die fehlenden Abschnitte der Meteorwasserleitung zu erstellen sowie die Wasserversorgung anzupassen. Durch die Erneuerungen der Werkleitungen wird ein grosser Teil des bestehenden Strassenkoffers ersetzt. Die Strasse weist eine Fahrbahnbreite von 4,6 Metern auf. Gerechnet wird mit Baukosten von total 2,64 Mio. Franken.

Mit weiteren knapp 2,38 Mio. Franken schlägt die Sanierung der Kantonsstrasse inklusive Werkleitungen und Strassenbau Oberdorf zu Buche. Der Gemeinderat ist sich laut eigenen Angaben «bewusst, dass es sich bei diesem Kreditantrag um eine grössere Ausgabe handelt, welche das Gemeindebudget belastet». Die Ausgaben seien jedoch finanziell tragbar und es sei zweckmässig, im Rahmen der Sanierungsarbeiten des Kantons auch die darunterliegenden Werkleitungen zu erneuern.

Reich befrachtete Traktandenliste

Daneben entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 22. November, über einen Kredit von 476 000 Franken für die Sanierung des Schulhauses, einen Kredit von 73 000 Franken für die Sanierung der Strasse Chilerai bis Höllstein, das Reglement und die Beitragsordnung der Elektrizitätsversorgung, die neuen Satzungen des Gemeindeverbands Regionaler Wasser- und Abwasserbetrieb Schenkenbergertal (Rewas), das Budget 2014 mit einem unveränderten Steuerfuss von 112 Prozent sowie die Erhöhung des Stellenpensums «Gemeindewerke» auf 180 Prozent.

Die Ausgangslage: Der Schulhauswart und Werkhofleiter wird 2014 in Pension gehen. Heute ist im Personalreglement für das technische Personal im Gemeindewerk ein Stellenpensum von 100 Prozent enthalten. Dass dieses zukünftig nicht mehr ausreichen wird, ist gemäss Gemeinderat offenkundig. Mittels einer Stellenanalyse wurden der zeitliche Arbeitsaufwand der einzelnen Arbeitsbereiche ermittelt.

Reserve für die Zukunft

Der Gemeinderat plant, die Stelle vorerst mit einem Chef Werkhof/Schulhauswart mit einem Pensum von 100 Prozent zu besetzen und anschliessend eine weitere Teilzeitstelle von mindestens 50 Prozent auszuschreiben. «Damit eine solche Stellenbesetzung realisiert werden kann, soll das Pensum für das Gemeindewerk im Personalreglement vorsorglich auf 180 Stellenprozent erhöht werden», so der Gemeinderat. Es sei jedoch nicht die Absicht, das Pensum zum heutigen Zeitpunkt voll auszuschöpfen. (mhu)

Gemeindeversammlung Freitag, 22. November, 20.15 Uhr, Turnhalle.

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