Brugg
Public Viewing: Organisatoren ziehen positives Fazit

Jeweils über 650 Personen haben die Spiele der Schweizer Nati in der Arena Brugg verfolgt.

Janine Müller
Drucken
Bei den Spielen der Schweiz platzt das Public Viewing aus allen Nähten.

Bei den Spielen der Schweiz platzt das Public Viewing aus allen Nähten.

Michael Hunziker

Spannende – und hin und wieder weniger spannende – WM-Spiele auf der Grossleinwand verfolgen und dazu ein Bier trinken oder einen Burger essen: Das ist seit Beginn der Fussball-WM auf dem Eisi im Public Viewing «Arena Brugg» möglich. Das Angebot wird rege genutzt, die Betreiber ziehen ein positives Zwischenfazit. «Wir sind absolut zufrieden mit der Veranstaltung», sagt OK-Präsident Martin Gobeli. «Unser Ziel, etwas für Brugg zu erschaffen und Leute damit auf die Strasse und somit zusammen zu bringen, haben wir – aus unserer Wahrnehmung – mehr als erreicht.» Es mache einfach nur Freude, zu beobachten, welchen Spass die Leute haben und was für eine unglaubliche Stimmung Brugg damit ausstrahle und verbreite. Die Rückmeldungen seien ausnahmslos positiv. «Anlass für negative Feedbacks gab es auch nicht», meint Gobeli.

Mit der Belegung zeigen sich die Organisatoren mehr als zufrieden. «Selbstverständlich ist dies immer stark von der Attraktivität der Spiele und natürlich vom Wetter abhängig», so Gobeli. «Mit dem Wetter hatten wir bislang sehr grosses Glück.» Die Gesamtbesucherzahl habe man bis jetzt noch nicht ausgewertet. «An beliebten Spielen – vor allem bei jenen der Schweizer Nationalmannschaft – hatten wir aber gut und gerne 650 Besucher und mehr», sagt Gobeli. «Davon sind wir überwältigt.»

Zwischenfälle, die ein Eingreifen der Sicherheitsleute oder gar der Polizei erforderten, gab es bis anhin nicht. Die Stimmung sei jeweils toll, und zu keinem Zeitpunkt sei auch nur die geringste Aggressivität zu spüren gewesen. «Die Fans gehen respektvoll miteinander um», sagt Gobeli. «Bisher ist es einfach nur eine grosse Party und wir wagen fast zu behaupten, dass das Resultat der Spiele oft gar nicht mehr so im Fokus steht.» Natürlich habe die Sicherheit aber nach wie vor oberste Priorität und geniesse volle Aufmerksamkeit. «Es wird beispielsweise sehr darauf geachtet, dass keine Glasflaschen oder Ähnliches auf das Gelände gelangen, um jede Verletzungsgefahr – sei es nur in Form von Scherben – ausschliessen zu können», führt Gobeli aus. Die Sicherheitsleute unter Führung von OK-Mitglied Miro Barp, wie auch die Profis des Sicherheitsdiensts Pampasus und der Regionalpolizei (Repol) Brugg würden einen sehr guten Job machen, lobt der OK-Präsident.

Reservationen nicht mehr möglich

Obwohl die Organisatoren ein positives Zwischenfazit ziehen, gibt es per sofort eine Änderung: Aus Fairnessgründen ist es nicht mehr möglich, Tische zu reservieren. «Wir haben entschieden, allen die gleichen Möglichkeiten zu bieten», argumentiert Gobeli. «Bisher waren diejenigen im Vorteil, die von der Reservationsmöglichkeit wussten. Spontanbesucher hatten das Nachsehen.»

Über die Finanzlage wollen die Organisatoren keine Auskunft geben. «Wir verfolgten nie das Ziel, Gewinn zu erzielen», so Gobeli. «Die WM-Arena ist ein Pilot-Projekt der Vereinigung Arena Brugg, mit der Idee ‹Brugg rückt zusammen›.» Zum ersten Mal sei es, dank bester Vernetzung der OK-Mitglieder, gelungen, dass verschiedene Institutionen, Vereine, Gewerbe und die Stadt zusammen etwas organisiert haben. «Die WM Arena Brugg ist der Erfolg dieser gebündelten Kraft», findet der OK-Präsident. Möglich sei dies nur durch Sponsoring gewesen, aber auch durch die helfenden Hände der mitwirkenden Vereine, allen voran des FC Brugg und des Fördervereins Events Brugg. Die Helfer seien ehrenamtlich und mit voller Freude dabei, nicht zuletzt auch wegen der hervorragenden Koordination der Helfereinsätze durch die OK-Mitglieder Reto Bingisser und Roger Widmer. Der Dank gehe auch an die Stadt, «die eine sehr kurzfristige und ambitionierte Idee, mit zeitweilig sehr pragmatischem Konzept, bewilligt hat und uns damit das volle Vertrauen mit auf den Weg gegeben hat», so Gobeli.

Die nächste Gelegenheit, das Public Viewing auszuprobieren, gibt es heute: Die Schweiz spielt um 16 Uhr gegen Schweden um den Viertelfinal-Einzug. Spannung ist da garantiert.

Aktuelle Nachrichten