Hausen/Lupfig
Noch dieses Jahr soll es an die Sanierung der Altlasten gehen

Auf dem Reichholdareal soll bis 2030 ein gemischt genutztes Arbeitsquartier entstehen. Reine Logistik-Unternehmen, Baumärkte oder Einkaufszentren, die für ein grosses Verkehrsaufkommen sorgen, sind nicht vorgesehen.

Michael Hunziker
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Produktionsbetriebe, Kleingewerbe und Büros: Die Illustration zeigt eine mögliche Bebauung des Reichholdareals. ZVG/HIAG IMMOBILIEN

Produktionsbetriebe, Kleingewerbe und Büros: Die Illustration zeigt eine mögliche Bebauung des Reichholdareals. ZVG/HIAG IMMOBILIEN

ZVG

Die planerischen Weichen sind gestellt, die Vermarktung ist angelaufen: In einem nächsten Schritt steht auf dem Reichholdareal zwischen Hausen und Lupfig die Altlastensanierung an. Mit rund 75 000 Quadratmetern handelt es sich derzeit um eine der grössten Industriebrachen im Aargau.

«Die Sanierungsarbeiten für den ersten Teil wurden vergeben», sagt Alex Römer, Arealentwickler bei der zuständigen Hiag Immobilien. «Die Tätigkeiten werden noch dieses Jahr beginnen.»

In Anspruch nehmen werden die Arbeiten für den ersten Teil voraussichtlich einige Monate. Anfang 2016, fährt Römer fort, wird die Hiag Immobilien beim Kanton ein Sanierungskonzept für den zweiten Teil einreichen.

«Zudem sind wir daran, ein Erschliessungskonzept zu erarbeiten.» Eine weitere Aufgabe – und Herausforderung – sei es, interessante Nutzer zu finden, die sich auf dem Reichholdareal ansiedeln möchten, führt Römer aus.

Auf dem Gelände der früheren Reichhold-Chemie soll ein gemischt genutztes Arbeitsquartier entstehen, sollen etappenweise Hallen und Bürogebäude realisiert werden, damit sich Firmen – unter anderem aus dem Bereich Spitzentechnologie – ansiedeln können. Nicht vorgesehen sind reine Logistik-Unternehmen, Baumärkte oder Einkaufszentren, die für ein grosses Verkehrsaufkommen sorgen.

In einem Masterplan, der im Sommer 2014 vorgelegt wurde, sind die Rahmenbedingungen für die künftige industriell-gewerbliche Nutzung definiert. Geregelt sind übergeordnete Themen wie die Erschliessung, der Verkehr oder die Grünflächen. Das Areal befindet sich in der Arbeits-, Gewerbe und Industriezone.

Im August dieses Jahres ist der gut sichtbare, an der Hauptstrasse platzierte blaue Pavillon eingeweiht worden. In diesem können Interessenten vor Ort empfangen und beraten werden.

«Der Pavillon bewährt sich sehr gut», stellt Römer fest. «Wir sind präsenter auf dem Areal und wir haben einen Sitzungsraum vor Ort.» Verträge, fügt der Arealentwickler an, seien zwar noch keine unterschrieben worden. Aber es würden Gespräche geführt. «Ansiedlungen in dieser Grössenordnung brauchen Zeit.»

Areal hat grosses Potenzial

Ziel der Hiag Immobilien sei es, die Hindernisse, die noch für eine Neunutzung des Areals bestehen, konsequent abzubauen, sagt Römer. «Durch die Sanierung werden wir in der Lage sein, möglichen Interessenten konkrete Angaben zu machen bezüglich Bezugszeitpunkt.»

Jetzt werde sichtbar, dass auf dem Areal in den letzten Jahren viel passiert sei im Hintergrund. Die Reaktionen auf die Pläne seien positiv. Es werde von verschiedenen Seiten grundsätzlich begrüsst, dass etwas passiere.

Bis etwa 2030 soll die Entwicklung abgeschlossen sein. Die Hiag Immobilien mit Sitz in Basel, die den grössten Teil des Geländes besitzt, ist überzeugt vom Potenzial – nicht zuletzt durch die Verkehrslage beim Autobahndreieck Birrfeld, den Industriegleisanschluss an das SBB-Streckennetz sowie die Nähe zur Fachhochschule Nordwestschweiz, zum Technopark und zum Paul-Scherrer-Institut.

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