Visualisierung

Nagra-Video zur Tiefenlagerung: So wird der Atommüll entsorgt

Von Schleuse zu Schleuse und schliesslich in die Stollenbahn: So funktioniert die Tiefenlagerung von hochaktiven Abfällen

Von Schleuse zu Schleuse und schliesslich in die Stollenbahn: So funktioniert die Tiefenlagerung von hochaktiven Abfällen

Alle reden darüber, aber wie genau sollen eigentlich die strahlenden Brenn-Elemente der Atomkraftwerke entsorgt werden? Eine Visualisierung der Nagra zeigt den komplexen Ablauf vom Kernkraftwerk bis in den Endlagerstollen.

Fünf bis zehn Jahre lang kühlen die ausgedienten Brenn-Elemente aus den Kernkraftwerken in einem Abkühlbecken. Weil sie danach noch immer Wärme abgeben, kommen sie anschliessend noch einmal für 40 Jahre in ein Zwischenlager. Erst dann geht die Reise weiter ins Endlager.

Die Pforte zu einem Tiefenlager für hochaktive Abfälle ist die sogenannte Oberflächenanlage. Hier werden die Abfälle mit dem Zug angeliefert und auf die Endlagerung vorbereitet.

Aus diesen Gebäude-Komponenten besteht eine Oberflächenanlage eines Tiefenlagers für hochaktive Abfälle.

Aus diesen Gebäude-Komponenten besteht eine Oberflächenanlage eines Tiefenlagers für hochaktive Abfälle.

Abgeschottet und ferngesteuert

Um eine hohe Sicherheit im Umgang mit den radioaktiven Abfällen zu gewährleisten, soll in der geplanten Oberflächenanlage mit einem Schleusensystem gearbeitet werden. 

In der Verpackungsanlage, die Erdbeben und auch Flugzeugabstürzen standhalten soll, werden die strahlenden Brennstäbe von Schleuse zu Schleuse gefahren und Schritt für Schritt aus den Transportbehältern in Endlagerbehälter umgeladen. Die Arbeitsschritte werden ferngesteuert.

Die Deckel der Endlagerbehälter werden verschweisst und anschliessend mit der Stollenbahn in rund 600 Meter Tiefe gefahren.

Und so sieht es dann in der Tiefe aus: Schema eines Tiefenlagers für hochaktive Abfälle.

Und so sieht es dann in der Tiefe aus: Schema eines Tiefenlagers für hochaktive Abfälle.

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