Windisch
Nach Diskussion gabs doch noch ein Ja zum Feuerwehrvertrag

Ein Zusatzantrag der SVP musste im Einwohnerrat von Windisch als ungültig erklärt werden. Weiter wurden zwei Motionen nicht überwiesen.

Janine Müller
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Vor zehn Jahren haben sich die Feuerwehren von Windisch, Habsburg und Hausen zusammengeschlossen. (Archivbild)

Vor zehn Jahren haben sich die Feuerwehren von Windisch, Habsburg und Hausen zusammengeschlossen. (Archivbild)

Irene Hung-König

Das Traktandum «Überarbeitung Feuerwehrvertrag, Einsatzkostentarife» gab am Mittwochabend im Windischer Einwohnerrat noch zu reden. Anwesend waren 38 von aktuell 39 Mitgliedern. Die Basis: Hausen, Habsburg und Windisch betreiben gemeinsam eine Feuerwehr.

Weil Windisch in den letzten Jahren gewachsen ist und mit dem Campus und dem Pflegeheim grössere Bauten dazugestossen sind, wurde die Feuerwehr in eine neue Grössenkategorie (4c) eingestuft. Aufgrund der höheren Kosten braucht es einen überarbeiteten Vertrag und neue Einsatzkostentarife. Hausen und Habsburg genehmigten das Reglement bereits an der Gmeind.

Die SVP stellte im Einwohnerrat zum Reglement einen Zusatzantrag. Fabian Schütz forderte, dass in der Feuerwehrkommission weitere fünf bis sieben politische Vertreter Einsitz nehmen, «damit Neuanschaffungen nicht nur fachtechnisch, sondern auch politisch und finanziell angeschaut werden», argumentierte er.

Der Antrag musste allerdings als ungültig erklärt werden, da es sich um einen Gemeindevertrag handelt, der von einer einzelnen Gemeinde nicht verändert werden kann. Bei der Schlussabstimmung sagte der Einwohnerrat dann klar Ja (31:0) zum überarbeiteten Feuerwehrvertrag, die SVP enthielt sich der Stimme. Die neuen Einsatzkostentarife fanden auch bei der SVP Zustimmung. Mit 37:0 wurden diese genehmigt.

Nicht überwiesen wurden zwei Motionen bezüglich Elektrizitätswerk Windisch (EWW) – weder jene der FDP noch jene der SP. Die FDP forderte unter anderem, dass der Gemeinderat beauftragt wird, alle Tätigkeiten des EWW, die von der Privatwirtschaft angeboten werden und mit denen das EWW die Privatwirtschaft konkurrenziert, spätestens per 1. Januar 2019 einzustellen. Die SP hingegen wollte, dass die Situation des EWW analysiert wird und die Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das allerdings wurde gemäss Gemeinderat bereits im Vorfeld der Abstimmung vom 4. März gemacht.

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