Brugg
Nach der grossen Zügelaktion: Altersheim-Bewohner ziehen im Neubau ein

Nach der grossen Zügelaktion von letzter Woche haben die Bewohner gestern ihr neues Zuhause bezogen – die az war dabei.

Claudia Meier
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Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.
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Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.
Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.
Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.
Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.
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Gregor Strub bezieht am Mittwochnachmittag sein Zimmer im Süssbach-Neubau.

Claudia Meier

Gregor Strub sitzt am Mittwochnachmittag auf seinem roten Sofa im fast leeren Zimmer im Alterszentrum Brugg, in dem er die letzten eineinhalb Jahre gewohnt hat. Sein Mobiliar ist bereits vor wenigen Tagen in den Neubau des Pflegezentrums Süssbach gebracht worden. Noch sei unklar, ob das Sofa auch ins neue Zimmer passe oder ob er sich davon trennen müsse, sagt der 73-Jährige gut gelaunt. «Ich bin oft hier gesessen und habe gelesen.»

Dann steht er auf und wirft nochmals einen letzten Blick vom ersten Stock durchs Fenster. Wenige Minuten später wird er von Stationsleiter Ottmar Jahn abgeholt, der gleich mit einer Neuigkeit aufwartet: «Wir werden Ihnen das rote Sofa heute noch nachliefern.» Strub strahlt. Er packt seinen Stock und macht sich auf durch den langen Gang zum Lift. Draussen besorgen zwei Männer seit morgens um 10 Uhr den Verkehrsdienst, damit die Mitarbeitenden die Bewohner sicher über Strasse ins neue Zuhause begleiten können.

Freiwillige hat alles eingerichtet

Kurz vor dem Haupteingang legt Strub eine kleine Pause ein. «Manchmal geht es einfach nicht mehr», sagt er. Zielstrebig sucht er kurz darauf sein eingerichtetes Zimmer im ersten Stock auf. Er habe sich bewusst für die Strassenseite entschieden, sagt er. Hier, entlang der Fröhlichstrasse, herrsche bis 22 Uhr Betrieb. «Das Zimmer ist zwar kleiner als vorher, dafür habe ich im Badezimmer jetzt mehr Platz», stellt Strub fest. Das helle Bad gefalle ihm sehr. Und auch mit der Arbeit einer Freiwilligen, die ihm das Badezimmer, den Kleiderschrank und die Regale eingerichtet hat, ist der Bewohner zufrieden. «Ich hätte für die Einrichtung wohl mehrere Tage benötigt», sagt er und lacht.

Drei Stockwerke höher sind Daniel und Rosmarie Schatzmann daran, sich in einem Doppelzimmer einzuleben. «Im Alterszentrum hatten wir während zweier Jahre ein Schlafzimmer sowie eine Stube. Jetzt haben wir nur noch ein Raum und mussten die Stubenmöbel zurücklassen», sagt der 79-Jährige. Auf ihn wirke der Neubau wie ein Spital. Vorher sei alles persönlicher gewesen. Nun müsse man sich halt zuerst an die Umgebung gewöhnen. Heute Donnerstag kann seine Ehefrau Rosmarie im neuen Zuhause ihren 79. Geburtstag feiern. Daniel Schatzmann findet lobende Worte für den gut organisierten Umzug und die Unterstützung durch den Zivilschutz.

Sie will nicht mehr zurück

Am grossen Esstisch haben sich rund ein Dutzend Bewohner zu Kaffee und Kuchen versammelt. Margrit Heiniger ist glücklich über ihre schöne Wohnung. «Ich will nicht mehr zurück. Hier wird man sehr gut betreut und ist nicht irgendeine Nummer», sagt die 88-Jährige, die ein Jahr im Alterszentrum Brugg verbracht hatte.

Sie sei gerade erst angekommen und habe sich sehr auf den Umzug gefreut, weil hier alles so hell sei und es mehr Licht gebe, sagt Marianne Gross. Die 86-Jährige hofft, dass sie sich im Neubau – auch dank dem grösseren und modernen Bad – wieder etwas selbstständiger bewegen kann. «Ich wünsche mir zudem, dass ich hier wieder etwas mehr Ruhe finden kann.»

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