Brugg
«Mit 66 Jahren ...»: Orientierung für die neue Lebensphase

Senioren dürfen sich über eine überarbeitete Informationsbroschüre für die Region freuen.

Larissa Hunziker
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Stefan Wagner und Dorothée Birchmeier präsentieren die neue Informationsbroschüre «Mit 66 Jahren ...». lh

Stefan Wagner und Dorothée Birchmeier präsentieren die neue Informationsbroschüre «Mit 66 Jahren ...». lh

Larissa Hunziker

Lockerer und flockiger als die alte Broschüre sei die neue. So stellt Dorothée Birchmeier das neue Informationsheft der Koordinationsstelle Alter Region Brugg vor. Der Titel lautet, angelehnt an Udo Jürgens’ Hit, «Mit 66 Jahren ...». Erhalten werden die Broschüre alle Einwohner der Gemeinden Birr, Birrhard, Habsburg, Hausen, Lupfig, Mülligen, Windisch sowie der Stadt Brugg, die im Jahr 2019 66-jährig werden, also der Jahrgang 1953.

Verschickt wird die Broschüre planmässig Anfang Januar. Sie kann auch auf der Koordinationsstelle Alter Region Brugg im siebten Stock des Neumarkts 1 in Brugg abgeholt werden. Auf der Website der Koordinationsstelle wird die Broschüre ab nächster Woche auch online zu finden sein.

Zu jung für Broschüre

Die bisherige Informationsbroschüre hiess «Gut informiert im Alter ...» und flatterte bereits den 60-jährigen Einwohnern ins Haus. Das war für viele zu früh, wie Rückmeldungen zeigten. «Heute will niemand mehr alt sein», sagt Dorothée Birchmeier, die während der kommenden Expo am Stand der Pro Senectute präsent sein wird. Mit dem neuen Slogan spreche man die Pensionierten nun anders an. Die Broschüre ziele auch auf Personen im Ruhestand ab, die selber noch fit sind, aber betagte Eltern haben. «So können sie erste Anlaufstellen finden», sagt Birchmeier.

«Wir haben die neue Broschüre verschlankt und übersichtlicher gestaltet», sagt Stefan Wagner, Gemeindeschreiber von Windisch und Koordinator der Regionalen Kommission für Altersfragen. Im Informationsheft finden sich wichtige Adressen wie diejenigen der Gemeinden oder der Sozialberatung, auch werden die Notfallnummern kurz und kompakt aufgelistet. Weiter können sich die Pensionierten darüber informieren, welche Bibliotheken es im Gebiet gibt, wo sie Pflegebetten mieten oder Fahr- und Mahlzeitendienste organisieren können. Auch finden lassen sich die Adressen der Alters- und Pflegeheime sowie Alterswohnungen in den Gemeinden. Nicht mehr reingeschafft hat es hingegen das Kapitel «Betrüger und ihre Tricks».

«Das Problem dieser Generation ist, dass sich die Leute nicht melden, wenn sie Hilfe benötigen», sagt Stefan Wagner. Mit der Broschüre sollen die Senioren dazu ermutigt werden, um Hilfe zu bitten, bevor es zu spät ist. «Die Leute sollen den Mut haben, sich die nötige Unterstützung zu holen.»