Argovia Fäscht
Kostenloser Eintritt lockte die Leute ans Beizlifest

Am Freitagabend wurde das von Radio Argovia organisierte Argovia Fäscht mit dem traditionellen Beizli-Fescht eröffnet. Dank den über 75 Vereinen bot sich den Festbesuchern eine abwechslungsreiche kulinarische Auswahl an Essen und Getränken.

Jessica Dubois
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Beizlifäscht am Radio Argovia-Fäscht
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Simon van Voornveld (34), Rebecca Hubbard (28) und David Stettler (22).
Raoul Tschupp (23, hinten mitte) aus Mülligen.

Beizlifäscht am Radio Argovia-Fäscht

Aargauer Zeitung

Wer seine Liebste beeindrucken und ihr zudem ein Andenken an das Beizlifest schenken wollte, konnte sein Glück an den zahlreichen Schiessbuden versuchen. Das Händchen dazu hatte Roman Muntwyler (24) aus Fislisbach. Mit dem Luftgewehr schoss er seiner Freundin Noemi Frey (19) ein Plüschherz, worüber sich die Nussbaumerin offensichtlich freute.

Zufrieden meint der erfolgreiche Schütze: «Geschossen habe ich bisher nur im Militär. Schön, dass es auch hier geklappt hat.» Der kostenlose Eintritt lockte die beiden an das Beizlifest. Frey meinte dazu: «Am Samstag werden wir nicht an das Argovia Fest kommen, da es Eintritt kostet. Zehn Franken sind zwar nicht so viel, doch die Ausgaben für Transport und Konsumation summieren sich schnell.» Auch ihr Freund steht dem diesjährig eingeführten Eintritt skeptisch gegenüber: «Das Argovia Fäscht ist ein öffentlicher Anlass und sollte deshalb gratis sein.»

«Es ist toll, hier so viele Bekannte zu treffen»

Auch ohne Konzerte verstanden es die Vereine, die Festbesucher an ihren Ständen mit Hilfe von DJ's in Stimmung zu bringen. Besonders zu Schlagermusik wurde ausgelassen getanzt und lautstark mitgesungen. So auch Selina Hulst (22, Stephanie Schwarz (23) und Philipp Widmer (25).

Während Hulst zum ersten Mal am Argovia Fäschtwar, kannte es Schwarz schon aus den letzten Jahren: «Wir kommen beide Abende. Dass es am Samstag Eintritt kostet, stört uns nicht. Es ist verständlich, dass dies für die Organisation eines solchen Anlasses notwendig ist." Einig sind sich die drei Freunde auch im folgenden Punkt: «Es ist einfach toll, hier so viele Bekannte zu treffen, die wir sonst nicht oft sehen.«

«Die Festbesucher scheinen keinen allzu grossen Durst zu haben»

Dank den über 75 Vereinen bot sich den Festbesuchern eine abwechslungsreiche kulinarische Auswahl an Essen und Getränken. Vom erfrischenden Fruchtsaft über asiatische Nudelgerichte bis hin zu Schweizer Spezialitäten war alles zu haben. Hunger und Durst konnten sogar in einem Biergarten gestillt werden. Unter der Leitung von Simon van Voornveld bediente das aufgestellte Personal seine Gäste in Tracht und Dirndl.

«Obwohl der Biergarten eigentlich gut besetzt ist, läuft es mässig. Die Festbesucher scheinen keinen allzu grossen Durst zu haben. Doch wir sind für einen Grossandrang am Samstag gerüstet. Auch wenn dies Stress pur bedeutet, macht die Arbeit wirklich Spass», kommentierte van Voornveld den Festbetrieb.

«Das Argovia Fest ist für mich Heimspiel und Tradition»

Begeistert vom Beizlifest am Freitagabend zeigte sich auch Raoul Tschupp aus Mülligen. Seit zehn Jahren zählt er zu den treusten Festbesuchern und motiviert auch immer wieder Kollegen aus der ganzen Schweiz für das Aargauer Volksfest.

«Ich bin jedes Jahr am Argovia Fäscht anzutreffen. Da ich nur fünf Minuten von hier wohne, kann ich meine Freunde ebenfalls dazu einladen. Werbung läuft ja oft von Mund zu Mund und so ist dieses Jahr sogar ein Kollege aus dem Thurgau mit dabei. Das Argovia Fest ist für mich Heimspiel und Tradition. Man muss einfach gehen», sagt Tschupp.