Kleine Anfrage
Wie gross ist das Potenzial der Solarenergie in Brugg?

Der Brugger SP-Einwohnerrat Martin Brügger beschäftigt sich mit dem Thema Fotovoltaikanlagen. Beim Stadtrat reicht er eine Kleine Anfrage ein im Namen der Fraktionen von SP, Grünen, GLP und EVP.

Michael Hunziker
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Beim Stadion Au in Brugg hat die Energieversorgerin IBB bereits vor ein paar Jahren eine Fotovoltaikanlage installiert.

Beim Stadion Au in Brugg hat die Energieversorgerin IBB bereits vor ein paar Jahren eine Fotovoltaikanlage installiert.



Bild: Michael Hunziker (20. Januar 2014)

Verdient Brugg das Energiestadt-Label tatsächlich? Was wurde unternommen, um es zu erlangen? Und was ist geplant, um es auch künftig zu sichern? Diese Fragen stellt SP-Einwohnerrat Martin Brügger.

Mit einer Kleinen Anfrage, die er im Namen der Fraktionen von SP, Grünen, GLP und EVP einreicht, bittet er den Stadtrat insbesondere um Auskunft über das Potenzial der Solarenergie und darüber, wie diese besser zu nutzen wäre. Denn die Revision des kantonalen Energiegesetzes, die verworfen wurde, hätte rechtliche Sicherheit gebracht im Umfeld von Fotovoltaikanlagen sowie beim vermehrten Einsatz von Gasen aus erneuerbaren Quellen und bei Pilotprojekten, führt Brügger aus.

Martin Brügger ist Einwohnerrat der SP.

Martin Brügger ist Einwohnerrat der SP.

Bild: zvg

Es gelte sich zu überlegen, wie in den nächsten Schritten die Aktivitäten in der neuen Energiestadt Brugg vorangetrieben werden können. Zur Erinnerung: Die erfolgreiche Zertifizierung konnte die Stadt Ende September des vergangenen Jahres bekanntgeben.

Die Frage nach den Besitzverhältnissen

Konkret will Brügger wissen, ob Brugg das gesamte Potenzial an Dachflächen kennt für eine mögliche Nutzung der Solarenergie mit Kollektoren auf städtischem Gebiet, ob detaillierte Abklärungen getätigt wurden und welcher Anteil bereits mit Fotovoltaikanlagen, thermischen Anlagen oder Kombi-Anlagen ausgerüstet sind.

Ebenfalls fragt er nach den Besitzverhältnissen: städtische Dachflächen, Dachflächen auf eidgenössischen oder kantonalen Liegenschaften oder Dachflächen auf privaten Grundstücken. «Besteht ein Massnahmenplan oder eine Strategie, wie diese Flächen genutzt werden können?», lautet eine weitere Frage. Und:

«Wie konkret geht die Stadt bei eigenen Grundstücken mit gutem Beispiel voran?»

Gespannt ist Brügger auf die Antwort darauf, wie die Stadt bei Bund und Kanton interveniert, damit diese ihre Liegenschaften mit Fotovoltaikanlagen ausrüsten. Als Stichworte nennt er Militär-und SBB-Bauten sowie kantonale Schulen/Verwaltung sowie Fachhochschul-Campus.

Damit Grundstückbesitzer keine hohen Kosten haben

Ebenfalls erkundigt sich der SP-Einwohnerrat danach, inwiefern die Stadt Brugg Einfluss nimmt auf die Energieversorgerin IBB, um klimaneutrale Energiegewinnungsformen zu fördern «und mittelfristig ausschliesslich solche zu nutzen und anzubieten». Oder aber, ob die IBB durch den Stadtrat genügend Antrieb erhält, um neue Fotovoltaikprojekte zu realisieren.

Brügger fragt danach, welche Förderungsmassnahmen bei privaten Liegenschaften möglich sind, ob genügend Mittel dafür bei der Stadt oder bei der IBB zur Verfügung stehen, ob die Stadt die nötige Infrastruktur – sprich: Stromnetz – baut, damit Grundstückbesitzer, die eine Fotovoltaikanlage bei sich installieren wollen, keine hohen Anschlusskosten zu tragen haben.