Birr
Kinder sind im Fussball-Fieber – und trotzen der Kälte

Hochbetrieb in der Mehrzweckhalle: Das FC Birr Juventus Camp feiert Jubiläum und mit 122 teilnehmenden Buben und Mädchen einen neuen Teilnehmerrekord

Irene Hung-König
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Die Mädchen messen sich in einem Trainingsmatch im Juventus Soccer Camp in Birr, das zum fünften Mal stattfindet. Irene Hung-König

Die Mädchen messen sich in einem Trainingsmatch im Juventus Soccer Camp in Birr, das zum fünften Mal stattfindet. Irene Hung-König

Irene Hung-König

Hochbetrieb herrscht an diesem Morgen in den Frühlingsferien in der Birrer Mehrzweckhalle: Buben und Mädchen erhalten ihren Juventus-Sportsack mit Shirt, kurzen Hosen und Stulpen – natürlich in schwarz-weiss, den Vereinsfarben des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin.

Die Kinder werden je nach Jahrgang in die Gruppen «Lichtsteiner», «Khedira» oder «Marchisio» aufgeteilt und warten, bis die offizielle Begrüssung durch FC-Birr-Präsident Giovanni Carta und Junioren-Obmann Luca Federico beginnt.

Dies ist auch der Zeitpunkt für die Eltern, sich von ihren Sprösslingen zu verabschieden, denn ab jetzt übernehmen die vier Turiner Trainer Miha Rojina, Astorino Eugenio, Andrea Bisceglia und Davide La Pira sowie die acht Birrer Trainer das Zepter. Zwischen 6 und 15 Jahre alt sind die 122 teilnehmenden Kinder des Camps. 17 Mädchen werden bis Samstag in der separaten Mädchengruppe geschult, 6 Mädchen ab 9 Jahren dribbeln und passen mit den Jungs um die Wette. Rund die Hälfte der Kinder gehören dem FC Birr an, der Rest kommt aus dem ganzen Kanton.

Die Party ist im September

Der FC Birr ist dieses Jahr in Feierlaune. 50 Jahre gibt es den Verein, die Party dazu findet vom 22. bis 24. September statt. Seit fünf Jahren bieten die Eigenämter das Camp in Zusammenarbeit mit Juventus Turin an. «Wir sind sehr stolz auf dieses Jubiläum. Unser Ziel war es auch 120 Teilnehmer zu erreichen und das ist nun geschafft», sagt Giovanni Carta.

«Spass, Ausbildung, Erfahrung, Freundschaft, Technik», steht auf dem Camp-Programm geschrieben. Das Konzept der Juventus Academy, die weltweit tätig ist, wird hier angewendet. Zwei Stunden vormittags und zwei Stunden nachmittags trainieren die Kinder. Der Turiner Trainer zeigt die Übungen vor, die zwei Birrer assistieren und übersetzen, wenn es überhaupt nötig ist. Dann führen die Kinder den Ball um die Töggeli herum oder passen sich zu. Hin und wieder gibt es ein Gelächter, weil der Ball nicht in die Richtung fliegt, wie gedacht war oder weil der Ball den Trainer trifft. «Die Kinder sollen am Abend mit einem Lächeln vom Platz gehen, weil sie etwas gelernt haben», sagt Giovanni Carta.

Neu ist dieses Jahr, dass die Kinder auf dem Sportplatz Nidermatt sowie auf der Wiese des Schulareals trainieren. Ein Platz reicht schlicht nicht aus. «Wir bedanken uns bei der Gemeinde, dass wir die Infrastruktur nutzen können», sagt Luca Federico. Die Organisatoren hätten auch die Möglichkeit, die Birrer sowie die Lupfiger Mehrzweckhalle zu nutzen, falls das Wetter gar nicht mitspielen sollte. Bislang war dies nicht der Fall. Mit Thermo-Unterwäsche unter der Juventus-Kleidung und der ständigen Bewegung trotzen die Kinder der Kälte.

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