Brugg
Immaginazione: Diese Ausstellung ist ein «Heimspiel»

Claudio Cassano und Matt Affolter präsentieren ihre neusten Werke in der Galerie Immaginazione.

Deborah Bläuer
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Claudio Cassano (l.) und Matt Affolter sind im Endspurt der Fertigstellung ihrer Werke.

Claudio Cassano (l.) und Matt Affolter sind im Endspurt der Fertigstellung ihrer Werke.

Deborah Bläuer

Dieses «Heimspiel» ist auch etwas für Sportmuffel. Bei der neuen Ausstellung in der Galerie Immaginazione in Brugg steht der Begriff nicht für Sport, sondern für Kunst. «Heimspiel» ist nämlich der Name der neuen Ausstellung, die Regula Zimmerli auf die Beine gestellt hat.

Gezeigt werden Werke von Claudio Cassano (49) und vom Hauslaudator Matt Affolter (51). Die beiden Freunde haben schon mehrfach zusammen ausgestellt und wollen diese Ausstellung nun ganz nach ihren Wünschen gestalten. Für das Logo der Veranstaltung kommen jetzt endlich die beiden Töggelikasten-Figuren zum Einsatz, welche die Künstler seit Jahren als Maskottchen an Vernissagen mitnehmen.

Zurück zu den Wurzeln

«Heimspiel» bedeutet für Cassano zurück zu den Wurzeln. Deswegen werden seine Werke in Kupfer und Silber daherkommen, Farben, mit denen er schon früher oft gearbeitet hat. Er wird Skulpturen zeigen und Lichtobjekte aus verschiedenen Metallarten. Bei den Motiven dachte er sich: «Ich mache das, worauf ich gerade Lust habe.» Deshalb dreht sich seine Kunst nun um Freizeit und Reisen. Auf Reisen zu gehen, bedeutet auch wieder heimzukommen und so schliesst sich der Kreis zum Thema der Ausstellung. Zurzeit gibt es sehr viel zu tun. «Der kreative Prozess ist schon lange abgeschlossen, jetzt geht es ums Schaffen», sagt Cassano.

Galerie Immaginazione: Kunst als «Heimspiel»

Die Ausstellung an der Aarauerstrasse 96a beginnt am Donnerstag,
21. September um 18.30 Uhr und dauert bis 26. Oktober. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag von 16.45-21.45 Uhr und Samstag von 10-14 Uhr. Am Freitag,
22. September, und am 5. Oktober finden Musikveranstaltungen statt. Eine Dance-Night gibt es am 7. Oktober.

Bei Matt Affolter ist es umgekehrt. Nachdem er wusste, dass seine Werke etwas mit Buchstaben sein sollten, wartete er vergeblich auf eine Eingebung. Also begann er einfach damit, Buchstaben auszustanzen, und schon sprudelten die Einfälle. Auf die Idee, Buchstaben zum Hauptbestandteil seiner neusten Bilder zu machen, kam er durch einen Traum. Die aus Ton gefertigten Buchstaben, wird er auf Glasscheiben kleben, die aufgehängt werden. Affolter hofft, dass dadurch ein Schattenspiel an der Wand entsteht. Die drei Bilder, die er «Words-Case» nennt, bestehen aus je 140 weissen und roten Buchstaben. Diese ergeben verschiedene, teils provokative Wörter. «Ich will die Leute zum Schmunzeln oder Kopfschütteln bringen», erklärt Affolter. Ein paar seiner aus «Gschichtli im Chischtli» bekannten Figuren, werden an der Ausstellung ebenfalls zu sehen sein.

Beide Künstler freuen sich sehr auf die Ausstellung, die auch für andere ein «Heimspiel» sein wird. Der befreundete Künstler Cla Coray wird an der Vernissage eine Eisskulptur kreieren und die Band Gigi Moto, die Cassano und Affolter von anderen Anlässen kennen, wird im Rahmen der Ausstellung auftreten.

Auch für die Besucher soll es ein «Heimspiel» sein. Den beiden Künstlern ist es wichtig, dass diese sich wohlfühlen. Deswegen herrscht an der Ausstellung weder Kaufzwang, noch muss geflüstert werden. Im Gegenteil: Ein Töggelikasten soll zum «Heimspiel» animieren. Geselligkeit steht im Vordergrund, der Verkauf ist zweitrangig. Schliesslich wollen Cassano und Affolter Kunst machen, die ihnen entspricht. «Wir werden unsere Werke nicht abändern, nur damit sie zu den Vorhängen von jemandem passen», sind sich die beiden einig.

Nun geht es für die Künstler um den Endspurt. Doch mit so viel Begeisterung und Elan, die sie an den Tag legen, dürfte die Ausstellung für die beiden ein «Heimspiel» werden.