Habsburg
Defizit von 94'000 Franken: Der Finanzausgleich und das Schulgeld fallen ins Gewicht

Das Budget 2022 in Habsburg weist ein Defizit von 94'000 Franken aus. Das Nettovermögen bleibt stabil, eine Steuerfusserhöhung ist gemäss Gemeinderat nicht geplant in den nächsten Jahren.

Michael Hunziker
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Sichergestellt wird laut Gemeinderat, dass die Verwaltung – auf dem Bild das Gemeindehaus – effizient und kundenfreundlich bleibt.

Sichergestellt wird laut Gemeinderat, dass die Verwaltung – auf dem Bild das Gemeindehaus – effizient und kundenfreundlich bleibt.

Sandra Ardizzone (9. August 2018)

Kurze Traktandenliste in Habsburg: Die Gemeindeversammlung entscheidet neben Einbürgerungen über das Budget 2022. Dieses weist bei einem unveränderten Steuerfuss von 82% ein Defizit von 94'000 Franken aus.

Geprägt ist das Budget vom Finanzausgleich, der mit 257'000 Franken um rund 56'000 Franken höher ausfällt als im Vorjahr. Gründe dafür sind laut Gemeinderat der höhere Steuerkraftausgleich sowie der Wegfall des Übergangsbeitrags.

Zu Buche schlagen weiter der Ersatz des Klettergerüsts auf dem Schulhausplatz für 25'000 Franken sowie das hohe Schulgeld – mit Mehrkosten von 40'000 Franken – als Folge der vielen Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler.

Kosten von 22'000 Franken verursacht überdies das «Zeitalter der Digitalisierung», so die Behörde. Mit der Erneuerung der Gemeindefachlösung Dialog – diese sei für die Abteilung Finanzen und Einwohnerkontrolle zentral – sowie mit einer neuen Website werde sichergestellt, dass die Verwaltung effizient und kundenfreundlich bleibe.

Das Nettovermögen beträgt per Ende 2022 voraussichtlich 1,976 Mio. Franken. Das Nettovermögen von rund 4000 Franken pro Einwohner, stellt der Gemeinderat mit Blick auf die Aufgaben- und Finanzplanung fest, bleibe stabil in den nächsten Jahren. Die Gemeinde werde die notwendigen Investitionen ohne fremde Hilfe finanzieren können.

Konkret geplant ist etwa der Ersatz der Heizung in der Schulanlage oder der Ersatz der Heizung im Gemeindehaus. In der Planung enthalten sind ebenfalls Reserven für: Sanierung von Strassen, Strassenbeleuchtung, Bushaltestelle, Ersatz Mobiliar und Unterhalt Hochbau. «Eine Steuerfusserhöhung ist in den Jahren 2022 bis 2031 nicht geplant», fasst der Gemeinderat zusammen.

Gemeindeversammlung Freitag, 19. November, 20.15 Uhr, Schulhaus.

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