Judo
Grossklaus und Moser müssen sich an der WM geschlagen geben

Sie haben viel in die Vorbereitung investiert, trotzdem gelang den Brugger Judokas in Aserbaidschan kein Exploit.

Janine Müller
Drucken
Judo-WM
5 Bilder
Grossklaus und Moser an der WM Der Brugger Judoka Ciril Grossklaus (rechts) im Einsatz gegen den Gegner aus Tadschikistan.
Grossklaus und Moser an der WM In der zweiten Runde musste Ciril Grossklaus (rechts) gegen den Tadschiken eine Niederlage hinnehmen und somit nach Hause reisen.
Grossklaus und Moser an der WM Der Brugger Judoka Patrik Moser (rechts) reiste erstmals an eine Weltmeisterschaft.
Grossklaus und Moser an der WM Für Patrik Moser (links) bedeutete die erste Runde gleich Endstation.

Judo-WM

ZVG/Paco Lozano/ SJV

Die Weltmeisterschaft in Baku war für Ciril Grossklaus der Höhepunkt des Jahres, für Patrik Moser gar der Höhepunkt seiner Karriere. Beide sind allerdings nicht mit hohen Erwartungen in die aserbaidschanische Hauptstadt gereist. Ciril Grossklaus (27, -90 kg) musste sich in der Vorbereitungsphase auf das Turnier mit einer Rippenverletzung herumschlagen, entsprechend gut musste er auf seinen Körper achten. Auch Patrik Moser (31, -100 kg) reiste nicht mit Medaillen-Ambitionen an die erste WM seiner Karriere.

Die erste Runde in Baku bedeutete für Patrik Moser denn auch gleich Endstation. Es gelang ihm nicht, den Bulgaren Daniel Dichev zu bezwingen. Zuerst holte sich Moser eine Passivitäts-Strafe, dann beendete Dichev den Kampf mit der höchstmöglichen Wertung Ippon. «Leider gelang es mir nicht, meine gute Form auf die Matte zu bringen», sagt Moser gegenüber der AZ. «Ein Ausscheiden in der ersten Runde ist immer enttäuschend und wenn dies gegen einen Gegner passiert, der eigentlich in der Reichweite liegt, ist es natürlich noch etwas schmerzhafter. Aber so ist halt Judo.»

Enttäuschung schnell wegstecken

Ciril Grossklaus gelang immerhin der Einzug in die zweite Runde. Den Kameruner Dieudonne Dolassem bezwang er mit Ippon, musste dafür aber drei zusätzliche Minuten in der Verlängerung und somit viel Energie investieren.

Gegen den Tadschiken Komronshokh Ustopiriyon, aktuell Fünfter der Weltrangliste, konnte er sich dann nicht mehr durchsetzen. Dieser gewann den Kampf mit Waza-ari (halbem Punkt), Grossklaus selber musste zwei Strafen hinnehmen.

Völlig unzufrieden ist der Brugger mit seinem Auftritt nicht, angesichts der Rückschläge während der Vorbereitung. «Für ein WM-Resultat braucht es in der Regel eine überragende Form, die ich trotz massivem Aufwand nicht mehr erreichte», bilanziert er nach der WM. «Für mich geht es bald weiter und ich muss die Enttäuschung über den ausbleibenden Exploit schnell wegstecken.»

Für Ciril Grossklaus steht im Oktober der Grand Prix im mexikanischen Cancún an, Patrik Moser hingegen beendet seine internationale Karriere.

Aktuelle Nachrichten