Gemeindeversammlungen
Pensenerhöhung und neue Stiftung: So hat das Stimmvolk im Bezirk Brugg entschieden

In Birrhard, Bözen, Mülligen und Thalheim haben am Freitagabend die Sommergmeinden stattgefunden. Während die Einen lange diskutierten gaben sich die Anderen wortkarg.

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In Mülligen wird die Schulverwaltung aufgestockt.

In Mülligen wird die Schulverwaltung aufgestockt.

Bild: Claudia Meier
(27. Mai 2020)

Birrhard: Das Stimmvolk meldete sich nicht zu Wort

Von den insgesamt 528 Stimmberechtigten nahmen 23 am Freitagabend an der Sommergmeind in Birrhard teil. Das entspricht einer Stimmbeteiligung von 4,4%. Sämtliche Anträge des Gemeinderats (Rechenschaftsbericht, Rechnung 2020, eine Einbürgerung und das Projekt «Sanierung und Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage in Mellingen») wurden diskussionslos gutgeheissen.

Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte Frau Gemeindeammann Ursula Berger über die Bevölkerungsumfrage in den Gemeinden Birr, Birrhard, Habsburg, Lupfig und Mülligen. Vizeammann Daniel Knappe informierte über den aktuellen Umsetzungsstand der neuen Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule, im Zusammenhang mit der Auflösung der Schulpflegen per Ende dieses Jahres. Auch unter diesem Traktandum gab es keine Wortmeldungen. (az)

Bözen: Neue Stiftung sorgte für grössere Diskussionen

In der Turnhalle versammelten sich 50 (von total 576) Stimmbürger zur Sommergmeind, die bis kurz vor 23 Uhr dauerte. Somit lag die Stimmbeteiligung ein halbes Jahr vor der Gemeindefusion mit Effingen, Elfingen und Hornussen in Bözen bei 8,7%. Beim Traktandum «Verwendung des Buchgewinns Elektra Bözen und Gründung einer Stiftung» gab es grössere Diskussionen.

Bei der Verwendung des Buchgewinns wurde aus der Versammlung ein Änderungsantrag gestellt. Dieser Antrag wurde angenommen. Somit fliesst mehr Geld in die Gemeinde Bözen/ab 2022 Böztal und weniger in die Stiftung. Die Gründung der Stiftung wurde zwar genehmigt, jedoch der Zweck sowie die Zusammensetzung und Wahl des Stiftungsrats nach Änderungs- und Rückweisungsanträgen zurückgewiesen.

Alle anderen Traktanden wurden von den Anwesenden mit grosser Mehrheit gutgeheissen (Rechnung und Rechenschaftsbericht 2020, drei Kreditabrechnungen für den Kanalisationsanschluss Mei, die Erstellung der Poststrasse und die Strassenlärmsanierung sowie das Konzessionsgebühren Reglement). Sämtliche gefassten Beschlüsse unterstehen dem fakultativen Referendum.

Unter «Verschiedenes» orientierte der Gemeinderat Bözen über das geplante Schulmodell der Gemeinde Böztal und über den Stand der Fusionsumsetzung. Er lud die Bevölkerung ausserdem zu einer speziellen 1.-August-Feier ein. (az)

Mülligen: Ja zu Pensenerhöhungen in der Verwaltung

Sämtliche Traktanden wurden von den 53 anwesenden (von total 699) Stimmberechtigten gutgeheissen. Die Stimmbeteiligung betrug 7,6%. Somit können nun die Pensen der Gemeindeschreiberin sowie der Schulverwaltung um je 20% erhöht werden.

Genehmigt wurden ausserdem die unveränderte Gemeinderatsentschädigung für die kommende Amtsperiode 2022–25, die Teilrevisionen des Wasser- und des Abwasserreglements, eine Kreditabrechnung (Sanierung ARA Rehmatte) sowie eine Einbürgerung. Mit Ausnahme der Einbürgerung unterstehen alle Beschlüsse dem fakultativen Referendum. (az)

Thalheim: Gemeinderat wird für Infrastruktur entschädigt

Alle Beschlüsse der Einwohner- und Ortsbürgergemeindeversammlung in Thalheim wurden am Freitagabend einstimmig gefasst. Sie unterstehen aber dem fakultativen Referendum. An der Einwohnergemeindeversammlung nahmen 40 von 641 Stimmbürgern teil. Dies entspricht einer Beteiligung von 6,24 %. An der Ortsbürgergemeindeversammlung waren es 22 von 179 Stimmbürgern, was einer Beteiligung von 12,29 % entspricht. Das Stimmvolk sagte Ja zum Ausrichten einer Pauschalentschädigung an den Gemeinderat für Infrastruktur und Verbrauchsmaterial. (az)

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