Oberes Fricktal

Fricktaler beschäftigt, ob vier oder fünf Gemeinden fusionieren sollen

Regierungsrat Urs Hofmann referiert in der Turnhalle Elfingen. CM

Regierungsrat Urs Hofmann referiert in der Turnhalle Elfingen. CM

Eine IG will, dass Bözen, Elfingen, Effingen und Hornussen fusionieren. Zur möglichen Gemeinde im Oberen Fricktal kam es beim ersten Info-Anlass am Mittwochabend erst am Apéro zu Diskussionen. Offen blieb, warum Zeihen nicht mit im Boot ist.

Der Vorstand der Interessensgruppe Oberes Fricktal verleihte der Halle mit Aargauer Fahne, Blumenbouquet, kleiner Bühne und Apéro-Buffet jedenfalls ein besonderes Ambiente.

Gemeindeammann Claudia Balz aus Hornussen nahm die knapp 100 Anwesenden mit auf eine Zeitreise ins Jahr 2116. Die Fusionsgemeinde im oberen Fricktal feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum mit einem Dorffest. Beim Verfassen der Chronik zeige sich, dass alles am 30. Oktober 2013 in Elfingen angefangen habe. «Reich ist da niemand, aber glücklich sind die Bewohner», fasst Balz die Stimmung zusammen.

Vernunftehe in Villigen

Mit Regierungsrat Urs Hofmann und Vizeammann Thomas Meier aus Villigen holten die Organisatoren zwei punkto Gemeindefusionen versierte Referenten ins Fricktal. Wie sehr die demografische, gesellschaftliche und technische Entwicklung die Gemeinden beeinflusst, konnte Hofmann mit alltäglichen Beispielen anschaulich aufzeigen. Der Kanton wünsche sich zukunftsfähige Gemeinden, die vielleicht in 20 Jahren besser im Schuss seien als heute, so der Regierungsrat.

Sollte es je zu einer Fusion kommen, könne die neue Gemeinde mit einer Zusammenschlusspauschale von 400 000 Franken sowie Zusammenschlussbeiträgen für einen optimalen Start und einem garantierten Finanzausgleich für acht Jahre rechnen.

Kommunikation ist ein zentraler Faktor

«Es war schwieriger, die Feuerwehr zu fusionieren als das Dorf», sagte Vizeammann Thomas Meier aus Villigen zum erfolgreichen Zusammenschluss von Stilli und Villigen. Das wichtigste Thema sei die Kommunikation. «Der Entscheid pro oder kontra fällt man oft im Bauch», so Meier, der dafür plädierte auch kritische Einwohner einzubeziehen und heikle Themen aktiv zu behandeln.

Für Fragen aus dem Plenum blieb wenig Zeit. Nur ein Mann konnte fragen, warum man die Gemeinde Zeihen nicht ins Boot geholt habe. Hofmann dazu: «Ich will mich zur Gemeinde Zeihen aus der Kantonshauptstadt nicht äussern und weiss nicht wie die Befindlichkeiten sind.» Bevor weitere Fragen gestellt werden konnten, wurde die Runde bereits aufgelöst. Wer Glück hatte, bekam vielleicht beim Apéro noch eine Antwort auf seine Frage.

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