Brugg
Er ist ein Glücksfall für die «Grenzgänge»

Stimmjongleur Andreas Schaerer begeistert weltweit – am Samstag ist er im Film zu sehen und am Konzert zu hören.

Michael Hunziker
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Bei den Organisatoren ist die Vorfreude gross auf den Anlass «Grenzgänge» (von links): Stephan Filati, Irene Simmen und Sue Luginbühl vor dem «Dampfschiff». mhu

Bei den Organisatoren ist die Vorfreude gross auf den Anlass «Grenzgänge» (von links): Stephan Filati, Irene Simmen und Sue Luginbühl vor dem «Dampfschiff». mhu

Das Konzept sucht seinesgleichen: Unter dem Titel «Grenzgänge» spannen die Brugger Kulturhäuser zusammen – und ermöglichen einmalige Einblicke und Erfahrungen. Diesen Samstag ist im «Odeon» zuerst der Film «Der Klang der Stimme» zu sehen, bevor die Zuschauer nach einer stärkenden Linsensuppe mit Brot ins «Dampfschiff» dislozieren für das Konzert mit Andreas Schaerer.

Er ist einer der vier Menschen, die im Film porträtiert werden. Der Berner Gesangskünstler kann mit seiner Stimme unterschiedlichste Geräusche und Instrumente imitieren. Auftreten wird er mit dem finnischen Gitarristen Kalle Kalima. Es wird ein Abend versprochen voller Spielfreude und Überraschungen.

Vieles passiert spontan

Bei den Organisatoren – ein eingespieltes Team – ist die Vorfreude gross: Irene Simmen vom «Dampfschiff» sowie Stephan Filati und Sue Luginbühl vom «Odeon». Dass Andreas Schaerer als Gast gewonnen, ein passendes Datum gefunden werden konnte, sei ein riesiger Glücksfall, sind sie sich einig. Dieser Künstler sei derzeit richtig am Durchstarten, begeistere ein Publikum weltweit.

In Brugg bestehe die einzigartige Gelegenheit, den Stimmjongleur aus nächster Nähe zu erleben. Was genau zu erwarten ist, wissen die Organisatoren nicht. «Es ist kein vorgefertigtes Konzert. Wir sind selber sehr gespannt.» Denn bei den beiden Musikern passiere vieles spontan, es werde improvisiert und experimentiert.

Ans Aufhören denken sie nicht

Ziel sei es, mit diesem kulturellen Leckerbissen ein breites, bunt durchmischtes Publikum anzusprechen, sagen die Organisatoren. «Natürlich hoffen wir auch, dass der Saal voll ist», fügen sie mit einem Lachen an. Der Anlass «Grenzgänge» findet dieses Jahr übrigens zum achten Mal statt. Das Format – die Protagonisten aus dem gezeigten Film treten in der Folge im Konzert auf – habe sich etabliert, funktioniere und sei beliebt. Die Absicht sei es von Anfang an gewesen, nicht nur das Publikum zu mischen oder Grenzen auszuloten, sondern auch die Zusammenarbeit zu pflegen und zu festigen zwischen den beiden Kulturhäusern – «schliesslich liegen wir nahe beieinander» –, kurz: einen kulturellen Beitrag zu leisten in Brugg.

Auch in Zukunft sollen die «Grenzgänge» einen festen Platz haben in der Agenda. Die Organisatoren, versichern sie mit einem herzhaften Lachen, haben noch viele Ideen. «Und solange uns diese nicht ausgehen, hören wir nicht auf.»

«Grenzgänge: Der Klang der Stimme» am Samstag, 17. November, 18 Uhr; Tickets können reserviert werden auf www.odeon-brugg.ch.

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