Schinznach
Die Oberflachser Turner und ihr ganz eigener Kalender

Das Jahr hat zwölf Monate – und beginnt im März und endet im Juni. So sehen es zumindest die Oberflachser Turner in ihrer Show.

Samuel Frey
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Turnerarbend
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Im Juni verfallen zwei Generationen dem Turnfestfieber.
Im März geben die Aktiven des Turnvereins als Bienen ganz ihren Frühlingsgefühlen nach
Die Turnerinnen tanzen mit gruseliger Maskerade Ende Oktober an einer Halloweenparty
Im Juli erntet die Mädchenrieg akrobatisch Kirschen.
Im Februar schlittelt das Kinderturnen um die Wette.
Die Turnerinnen zeigen wie das Novemberwetter am Barren aussieht.
Die Turner zeigen im Januar eine Show am Barren, die an den Film «Cool Runnings» angelehnt ist.
Die turnenden Vereine, die diesen Abend zusammen auf die Beine stellen, haben einen eigenen Kalender.
Der Frauenturnverein schützt sich mit farbigen Regenschirmen vor dem Aprilwetter.
Mitten im August geht die Jugiriegein die Badi.
Die Mädchenrieg nimmt die Gäste zu einem akrobatischen Kirschenernten mit im Juli.
Die Kids und die Teens zeigen im Dezember was sie können
Auch im nächsten Monat feiern die Turner ein Fest und richten einen Maibaum auf.
Die Kids und die Teens legen im Dezember eine spektakuläre Geräteturnen-Show hin.

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In Oberflachs beginnt das Jahr nicht im Januar sondern im März. Die Aktiven des Turnvereins geben als Bienen ganz ihren Frühlingsgefühlen nach. Nachdem die Bienen hinter der Bühne in ihrem Stock verschwunden sind, bringt Köbi – der heimliche Star des Turnerabends –mit einem Sketch die ganze Turnhalle zum Lachen.

Nachdem das Jahr schon im falschen Monat begonnen hat, vergehen auch die «zwölf» Monate in Oberflachs nicht in der richtigen Reihenfolge. Die turnenden Vereine, die diesen Abend zusammen auf die Beine stellen, haben einen eigenen Kalender. Aber auch bei ihnen kommt nach dem März der April, in dem der Frauenturnverein sich mit farbigen Regenschirmen vor dem Aprilwetter schützt.

Im Februar schlittelt das Kinderturnen um die Wette und weil der Winter so schön ist, bauen sie zusammen noch einen Schneemann. Nicht nur den ganz Kleinen gefällt das Schlitteln: Die Turner zeigen im Januar eine Show am Barren, die an den Film «Cool Runnings» angelehnt ist. Wie im Film kämpft auch hier eine jamaikanische Bobmannschaft um Anerkennung.

Eins, zwei oder vier?
Der Oberflachser Kalender katapultiert die Gäste vom tiefsten Winter mitten in den August, indem sich die Jugiriege als Synchronschwimmer versucht. Auch Köbi möchte gerne ins Schwimmbad, aber leider hat er Hausverbot, nachdem er das Zehnmeterbrett mit einem Pissoir verwechselt hat. Die Turnerinnen kühlen den heissen August wieder ab: Sie zeigen unter Einsatz einer Nagelmaschine wie das Novemberwetter am Barren aussieht.

Die Kids und die Teens legen im Dezember eine spektakuläre Geräteturnen-Show hin, die sich hinter keiner Silvesterrakete verstecken muss. Mit Partystimmung geht es auch gleich weiter: Die Turnerinnen tanzen mit gruseliger Maskerade Ende Oktober an einer Halloweenparty.

Der Vater von Köbi feiert auch eine Party, aber nur mit seinem Sohn zusammen, der eigentlich schon lange nach Hause will: «Wir gehen erst, wenn ich betrunken bin!», sagt der Vater. «Wie merkst du denn, ob du betrunken bist?», fragt Köbi. «Ganz einfach, wenn ich diese beiden da drüben doppelt sehe», erklärt der Vater lallend. «Ah, dann können wir ja gehen. Da sitzt nur einer», stellt Köbi fest.

Auch im September geht es mit Alkohol weiter: Der Männerturnverein feiert ein Winzerfest. Erst im Juli sorgt die Mädchenriege für das Ausnüchtern, indem sie die Gäste zu einem akrobatischen Kirschenernten mitnimmt, bevor im Juni das Jahr endet.

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