Birrhard
Das neue Gebäude ist Werkhof und Visitenkarte zugleich

Das Bauunternehmen Erne AG mit Sitz in Laufenburg erweitert seinen Stützpunkt Birrhard – im nächsten Sommer soll der 4,5-Millionen-Franken-Bau fertig sein.

Louis Probst (Text und Foto)
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«Wir wollen etwas Schönes bauen», sagte Erich Erne in Anwesenheit der Bauherrschaft, Behörden, Architekten und Planer.

«Wir wollen etwas Schönes bauen», sagte Erich Erne in Anwesenheit der Bauherrschaft, Behörden, Architekten und Planer.

Louis Probst

«Wir sind toll vorangekommen», stellte Erich Erne, Präsident des Verwaltungsrats der Erne Holding AG (Laufenburg), angesichts des emporwachsenden neuen Werkhofgebäudes fest. Und er versicherte: «Wir wollen an dieser exponierten Lage etwas Schönes bauen.»

Vor ziemlich genau zehn Jahren, so Erich Erne, habe die Erne-Gruppe das Tiefbauunternehmen Gebrüder Meier AG übernommen. Damals stand der Werkhof Birrhard der Gebrüder Meier AG vor der Fertigstellung. Inzwischen sei die Integration der Gebrüder Meier AG – die unter ihrem angestammten Namen als Tochter der Erne Holding AG im Bereich Wasserbau tätig ist – gut angelaufen.

Ein Lob an die Gemeinde

«Als Folge der starken Expansion der Erne-Gruppe in den Räumen Basel und Olten ist der Werkhof Birrhard etwas zum Stiefkind geworden», sagte Erich Erne. «Angesichts des Platzmangels sind wir daher froh, dass wir eine an den bestehenden Werkhof angrenzende Parzelle für eine Erweiterung erwerben konnten.»

Er sprach der Gemeinde Birrhard ein Lob dafür aus, dass die Baubewilligung «in Rekordzeit» erteilt wurde. Das erlebe man praktisch nie. «Wir haben aber auch ein gutes Projekt und eine ausgezeichnete Partnerschaft mit den Architekten», stellte er fest. Er dankte den Beteiligten und zeigte sich überzeugt, dass hier «eine gute Sache entsteht, ein guter Stützpunkt für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens».

«Wir sind sehr glücklich, dass bereits die Bodenplatte des Erdgeschosses betoniert werden konnte», sagte Architekt Manuel Alberati vom Büro UC’NA Architekten (Zürich). «Der Prozess ist vor zwei Jahren gestartet worden. Es waren einige Hürden zu nehmen.» So musste ein Gestaltungsplanverfahren durchgeführt werden, das eine spätere Erweiterung – unter anderem um ein mehrstöckiges Bürogebäude – sicherstellt.

Zudem war auf eine auf dem Areal stehende Funkantenne Rücksicht zu nehmen. «Wir wollen nicht bloss eine gesichtslose Halle hinstellen», betonte Manuel Alberati und gab zu bedenken: «Wir sind hier an einem Ort, an dem von der Autobahn her täglich mindesten 80 000 Menschen auf dieses Gebäude schauen.»

Bewusst gegen Stahl entschieden

Wegleitend bei der Konzeption des Gebäudes sei der Grundsatz der Flexibilität gewesen und bei der Materialisierung die Tatsache, dass Bauen in Beton und Holz beides Kernkompetenzen der Erne Holding sind. «Wir haben uns daher bewusst gegen einen Stahlbau entschieden», erklärte Manuel Alberati. Auch er sprach allen Beteiligten, insbesondere den Gemeindebehörden von Birrhard, den Dank aus.

«Die Zusammenarbeit sei sehr angenehm», entgegnete Frau Gemeindeammann Ursula Berger. «Wir bemühen uns um einen guten Austausch. Und als Architektin bin ich glücklich darüber, dass grosser Wert auf die Gestaltung des Bauwerks gelegt wird. Das Gebäude wird sicher eine Visitenkarte für die Erne-Gruppe – aber auch für Birrhard.»

In den nächsten Monaten wird über der Bodenplatte ein Bauwerk mit einer Länge von 65 Metern, einer Tiefe von 20 Metern und einer Höhe von 13 Metern erstellt. Das zum Teil unterkellerte Gebäude wird zehn stützenlose Achsen aufweisen.

Die Raumhöhe im Erdgeschoss beträgt 7 Meter. Eine Achse wird als Kernachse die interne Erschliessung mit Treppen und Lift sowie Büroräumen aufnehmen. Das Investitionsvolumen gibt Erich Erne mit 4,5 Millionen Franken an. Im nächsten Sommer soll der Bau fertiggestellt sein.

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