Brugg
Trotz weniger Stände: Der Martinimarkt lockt Jung und Alt in die Innenstadt

Am Dienstag, 9. November, können Waren vom Magenbrot bis zur Duftkerze in Brugg erstanden werden. Wie unterschiedlich die Atmosphäre von den Standbetreiberinnen und Standbetreibern wahrgenommen wird.

Carla Honold
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Der Markt ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Markt ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Carla Honold

Am Martinimarkt in Brugg riecht es aus allen Richtungen gut. Je nachdem, wo man sich gerade befindet, mal süss nach Magenbrot und Crêpes oder herzhaft nach Wurst und Falafel. Auch Peter Stählis Stand verströmt einen intensiven Geruch. Er verkauft Kerzen in verschiedensten Farben und Düften. Bereits 25 Jahre komme er nach Brugg an den Martinimarkt. «Viele Leute hat es nicht.» Stähli fährt fort:

«Es ist kein starker Markt.»

Die Stimmung beschreibt er als desinteressiert und beinahe trostlos.

Impressionen vom Martinimarkt.
8 Bilder
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.
Impressionen vom Martinimarkt.

Impressionen vom Martinimarkt.

Carla Honold
Dominic Stutz war bereits mit seinem Grossvater, der die Gopfried Stutz Confiserie gründete, am Martinimarkt.

Dominic Stutz war bereits mit seinem Grossvater, der die Gopfried Stutz Confiserie gründete, am Martinimarkt.

Carla Honold

Anders klingt es bei Dominic Stutz, Inhaber der Gopfried Stutz & Co. «Schon als Kind kam ich mit meinem Grossvater hierher», erinnert er sich. Die Confiserie sei mit ihrem beliebten Magenbrot gesamthaft schon weit mehr als 50 Jahre auf dem Martinimarkt anzutreffen. Stutz findet, dass auf dem Brugger Markt immer eine angenehme Stimmung herrscht.

Die Anzahl Stände hat sich drastisch reduziert

Laut Marktchef Rolf Urech von der Regionalpolizei Brugg sind mit 70 Ständen am Dienstag etwa halb so viele Anbieterinnen und Anbieter am Martinimarkt vertreten wie in den Jahren vor der Pandemie. «Damals waren es bis zu 140 verschiedene Stände», so Urech. «Die Leute sind froh, dass wenigstens etwas Kleines wieder stattfindet», weiss der Polizist.

Jakob Kretz aus Schongau kommt schon lange nach Brugg.

Jakob Kretz aus Schongau kommt schon lange nach Brugg.

Carla Honold

«Ich bin immer sehr zufrieden», sagt Jakob Kretz, dessen Nostalgiekarussell mitten auf dem Marktareal steht. Mit einem Lachen fügt er an:

«Sonst würde ich nicht schon so lange hierherkommen.»

Bereits vor 30 Jahren bewegten sich die Pferde der Kretz Karusselle GmbH aus Schongau an den Brugger Märkten zu Orgelmusik auf und ab.

Myrtha Mischler (rechts) aus Hämikon ist zum ersten Mal am Martinimarkt.

Myrtha Mischler (rechts) aus Hämikon ist zum ersten Mal am Martinimarkt.

Carla Honold

Das Wetter lockt auf den Markt

Zum ersten Mal bietet Myrtha Mischler aus Hämikon ihre Räuchermischungen und Salben beim Stand Lavendel-Kräuterfee an. «Die Leute wollen wieder raus und freuen sich, den Markt zu besuchen», berichtet Mischler. Das freundliche Wetter spiele dabei eine grosse Rolle.

Die Lavendel-Kräuterfee wird nicht zum letzten Mal in Brugg ihre Produkte anbieten. Am Klausmarkt am Dienstag, 14. Dezember, wird Mischler erneut in Brugg zu Gast sein.

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