Brugg
Nach dem Provisorium: Der Stadtrat möchte Sitzstufen aus Stein an Ostern einweihen

Der Einwohnerrat Brugg entscheidet an seiner nächsten Sitzung Ende Oktober über einen Kredit von 147'000 Franken für die definitive Aufwertung der Hofstatt – mit verschiedenen Sitzgelegenheiten.

Claudia Meier
Drucken
Teilen
Die definitive Sitztreppe soll dann leicht verkürzt werden, damit sie auf dem helleren Bodenabschnitt endet.

Die definitive Sitztreppe soll dann leicht verkürzt werden, damit sie auf dem helleren Bodenabschnitt endet.

Claudia Meier

Für den Brugger Stadtrat ist klar: «Dank der zusätzlichen Sitzgelegenheiten wird die Hofstatt für den Aufenthalt auf einem ‹der schönsten Plätze im ganzen Kanton› attraktiver und erhält einen räumlich grosszügigeren und einladenden Anschluss an das Salzhaus.» Das schreibt die Exekutive in ihrer Botschaft an den Einwohnerrat für die Sitzung vom 22. Oktober.

Nachdem die Bevölkerung und Passanten seit Ende Mai dieses Jahres das 1:1 Holzmodell der Sitztreppe vor dem Salzhaus ausprobieren konnten, beantragt der Stadtrat einen Baukredit über 147'000 Franken für optimierte Sitzgelegenheiten. Mit der Einweihung der Modellanlage riefen die Verantwortlichen zur Teilnahme an einer Umfrage zum Projektvorhaben auf. Rund 50 Personen haben bei der Onlineumfrage mitgemacht. In der Einwohnerratsbotschaft steht:

«90% der Teilnehmenden haben einen guten bis sehr guten ersten Eindruck des Projekts, 10% äusserten sich eher kritisch zur geplanten Materialwahl und den Proportionen der Sitzstufen sowie der generellen Ausgestaltung und Möblierung der Hofstatt.»

In einem weiteren Workshop im Juli mit der Arbeitsgruppe wurde das Modell ausgewertet und zur Umsetzung empfohlen. Der Stadtrat hält fest: «Die Auswirkungen der Sitzstufen auf die Belebung der Hofstatt wurden zusammen mit den direkt betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern beurteilt und ausgewertet. Einige der Anwohnenden führten ein Tagebuch, um festzuhalten, zu welcher Tages- und Nachtzeit die Sitzstufen genutzt wurden.»

Temporäre Beschattung als Zusatzmassnahme geplant

Die mit Kalksteinplatten verlegten Sitzstufen werden mit Katzenkopf-Pflastersteinen ausgefüllt. Im Rahmen des Bauprojekts sind folgende Anpassungen vorgesehen: Erstens sollen sich alle Sitzstufen innerhalb des historischen Platzbelags befinden. Die Sitzstufen werden daher auf der Aareseite gekürzt. Zweitens ist geplant, für Anlässe eine temporäre Beschattung zu ermöglichen.

Dafür werden als Fusspunkte vor den Stufen Metallhülsen in den Boden eingelassen, die Pfosten für ein oder zwei Sonnenschutz-Textilien aufnehmen können. Ebenso werden feste Fixierungen an der Fassade des Salzhauses angebracht. Der Quartierverein prüft laut Stadtrat eine Finanzierung für die temporäre Beschattung.

Ergänzend sind im Baukredit inbegriffen: eine halbrunde Holzbank ohne Rückenlehne unter der Linde, eine fünf Meter lange Holzbank mit Rückenlehne am Salzhaus und Waldreben am Terrassengeländer.

Aktuelle Nachrichten