Brugg
Verpasste Chance bei hitzeangepasster Siedlungsentwicklung?

Bruggs SP-Einwohnerrat Martin Brügger will vom Stadtrat wissen, warum ein Angebot vom Kanton zu einem klimapolitischen Projekt ausgeschlagen wurde. Der Politiker sieht hier eine verpasste Chance für die vielen gemeinsamen Projekte mit der Nachbargemeinde Windisch.

Claudia Meier
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Im Sommer sei der Brugger Neumarktplatz ein Hitzebrutofen, schreibt Martin Brügger.

Im Sommer sei der Brugger Neumarktplatz ein Hitzebrutofen, schreibt Martin Brügger.

Flavia Rüdiger

In der zweiten Augusthälfte werden interessierte Einwohnerinnen und Einwohner von Baden, Buchs, Windisch, Wohlen und Zeihen die Temperaturen in ihrer Gemeinde messen. Damit sollen die Hotspots in Siedlungsgebieten aufgezeigt werden, wie das kantonale Umweltdepartement Ende Mai bekanntgab, als es das Projekt «3-2-1-heiss!» vorstellte.

Martin Brügger ist SP-Grossrat und Brugger Einwohnerrat.

Martin Brügger ist SP-Grossrat und Brugger Einwohnerrat.

zvg

Dieses Projekt hat SP-Politiker Martin Brügger aus Brugg veranlasst, zusammen mit Mitunterzeichnenden aus dem Mitte-links-Lager eine Kleine Anfrage einzureichen «zur Haltung des Stadtrats zu Aktivitäten der Stadt gegen die zunehmende Hitze». Brügger ist Grossrat und reichte die Anfrage in seiner Funktion als Brugger Einwohnerrat ein. Darin hält er fest: «Bei der Stadt respektive der Region stehen diverse Projekte an, bei denen eine weitere Entwicklung von Hitzezonen unbedingt vermieden werden muss respektive auch etwas gegen bestehende solche Zonen getan werden muss.»

Grosse Temperaturunterschiede in Campusnähe gemessen

Er nennt Vorhaben wie die «Gebietsentwicklung Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch», das Gesamtverkehrskonzept Raum Brugg-Windisch, die Entwicklung Neumarkt sowie Strassensanierungsprojekte.

Der SPler verweist auf die vom Kanton veröffentlichte Klimakarte. Und vor dem Hintergrund, dass Windisch beim Projekt «3-2-1-heiss!» mitmacht, fragt Brügger unter anderem: «Warum wurde dieses kantonale Angebot von der Stadt Brugg ausgeschlagen? Hat man sich bei der Stadt Brugg überlegt, das Projekt gemeinsam mit Windisch durchzuführen, um einen eventuellen Verwaltungsaufwand zu minimieren; und um die Hitzeproblematik hinsichtlich der diversen gemeinsamen Planungsperimeter auch gemeinsam und sichtbar manifest zu machen?»

Auf einem Klima-Spaziergang in Windisch vom Naturama Aargau wurden Mitte Juni in Campusnähe schon grosse Temperaturunterschiede innerhalb weniger Meter gemessen.