Brugg
Die Stadt möchte den vollen Lohn zahlen beim Vaterschaftsurlaub

An der Sitzung des Brugger Einwohnerrats am Freitag steht die Änderung des Personalreglements zur Diskussion.

Michael Hunziker
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Im vergangenen Herbst hat die Schweizer Stimmbevölkerung der Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs zugestimmt (Symbolbild).

Im vergangenen Herbst hat die Schweizer Stimmbevölkerung der Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs zugestimmt (Symbolbild).

Bild: Keystone

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat im vergangenen Herbst der Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs klar zugestimmt. Bezahlt wird dieser über die Erwerbsersatzordnung, das Taggeld beträgt 80 Prozent des Lohns.

Die Stadt Brugg möchte einen Schritt weitergehen und zusätzlich den vollen Lohn ausrichten. An der kommenden Sitzung am Freitag entscheidet der Einwohnerrat über die Änderung des Personalreglements. Darin steht neu: «In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes wird ein bezahlter Urlaub von 10 Arbeitstagen gewährt.»

Das bisherige Personalreglement der Stadt Brugg sah einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von fünf Arbeitstagen vor, während denen der Vater den vollen Lohn erhielt. Der Stadtrat zeigt sich in seiner Botschaft an den Einwohnerrat überzeugt:

«Die vorgeschlagene Änderung des Personalreglements ist sinnvoll, trägt zu einem guten Image der Stadt als Arbeitgeberin bei und führt zu minimalen finanziellen Folgen.»

Erweitert Brugg den bisher gewährten Vaterschaftsurlaub von fünf auf zehn Tage und richtet weiterhin den vollen Lohn aus, geht die Differenz zwischen dem Erwerbsersatz und dem vollen Lohn des Mitarbeiters zwar zu Lasten der Stadt. Aber die finanziellen Auswirkungen seien gering, hält der Stadtrat fest. In den vergangenen Jahren seien jeweils zwei bis drei Kinder von Mitarbeitern zur Welt gekommen. Der Aufwand für die Stadt für die Gewährung des Vaterschaftsurlaubs bei vollem Lohn belaufe sich pro Jahr auf insgesamt rund 2000 bis 3000 Franken.

Einwohnerrat Freitag, 5. März, 19.30 Uhr, Campussaal.