Brugg
Baugesuche nehmen zu: In allen Stadtteilen stehen Bauvorhaben an

Ressortvorsteher Reto Wettstein, Stadtammann Barbara Horlacher und Abteilungsleiter Stefan Hein informieren über Vorhaben in Brugg. Was der Einwohnerrat dieses Jahr noch behandeln wird und wer alles auf Inkrafttreten der revidierten BNO wartet.

Claudia Meier
Drucken
Teilen
Stefan Hein (v. l.), Leiter Abteilung Planung und Bau, Stadtammann Barbara Horlacher und Stadtrat Reto Wettstein.

Stefan Hein (v. l.), Leiter Abteilung Planung und Bau, Stadtammann Barbara Horlacher und Stadtrat Reto Wettstein.

Bild: Claudia Meier
(6. Mai 2021)

Brugg ist eine reiche Stadt: Seit das Stimmvolk vor bald neun Jahren, im November 2012, eine Steuerfusserhöhung von 95 auf 100% gutgeheissen hat, ist das Nettovermögen der Einwohnergemeinde von 35 Mio. Franken (31. Dezember 2012) auf 97 Mio. Franken per 31. Dezember 2020 angestiegen. Viele wichtige Projekte scheinen aber nicht oder schleppend voranzukommen.

Um aufzuzeigen, wo was geplant wird und mit welchen Umsetzungen bis wann gerechnet werden kann, haben Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne), der für das Bauressort zuständige Stadtrat Reto Wettstein (FDP) sowie Stefan Hein, Leiter Planung und Bau, Medienvertreter über den vielfältigen Aufgabenkatalog informiert. Für das anschliessende Foto setzte sich das Trio auf das vergangene Woche in der Hofstatt installierte Sitzanlage-Modell aus Holz.

100 Wohneinheiten und ein Bürohaus warten auf BNO

Die Teilgenehmigung der revidierten Bau- und Nutzungsordnung (BNO) erfolgte mit Regierungsratsbeschluss am 24. März. Die Rechtskraft wird für Mitte Mai erwartet. Auf das Inkrafttreten der neuen BNO warten Bauvorhaben mit rund 100 Wohneinheiten und ein Bürohaus, die dann ungesetzt werden können. Davon befinden sich sechs Projekte im Verfahren «Arealüberbauung». Beim erwähnten Bürohaus handelt es sich laut Stefan Hein um den markanten Neubau an prominenter Lage an der Bahnhofstrasse 24.

Noch immer blockiert durch Beschwerden sind die Gestaltungspläne in Zusammenhang mit der Überbauung «Alte Post» für ein zentralisiertes Stadtbüro. Laut Stadtammann Horlacher ist der Stadtrat vorsichtig optimistisch, dass der Regierungsrat über die beiden Beschwerden im dritten Quartal dieses Jahres entscheiden wird. Da sich dieses Vorhaben sehr in die Länge zieht, muss der Stadtrat auch über einen Plan B nachdenken.

Attraktive Veloverbindung nach Schinznach-Bad

Die Zahl der Baugesuche nimmt laufend zu: Während von der Abteilung Planung und Bau im 2019 total 135 neue Baugesuche bearbeitet wurden, waren es letztes Jahr 170 und im ersten Quartal dieses Jahres bereits 66.

Dringend anzugehen ist laut Stadtrat Wettstein das Projekt für einen attraktiveren Veloweg nach Schinznach-Bad, das mit Geld aus dem Agglomerationsprogramm finanziert werden soll. Aktuell gehe es darum, eine möglichst sichere und direkte Route zu finden.

Ein Teil der Rückweisungen aus der neuen Nutzungsplanung kommt im September ins Stadtparlament. Der Baukredit für die Neugestaltung des Eingangs sowie die Beantwortung der ­Motion Kunstrasen und Aufwertung Rasensportflächen im Stadion Au folgen im Oktober.

Aktuelle Nachrichten