Bahnhof Brugg
Brand verursacht Pendlerchaos – bei Schweissarbeiten fing eine Gasflasche Feuer

Der Brand in Gleisnähe brach beim Bahnhof Brugg am Freitagmorgen um 3.45 Uhr aus. Viele Züge wurden umgeleitet oder fielen aus. Unzählige Pendler waren betroffen. Die Feuerwehr gab die Gefahrenstelle aus einem bestimmten Grund erst um 7.25 Uhr wieder frei.

Claudia Meier
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Bahnhof Brugg

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Sandra Ardizzone

Schlimmes Erwachen am Freitagmorgen für unzählige Pendler und Bahnreisende, die am Bahnhof Brugg unterwegs waren. Der Bahnverkehr war wegen einem Brand in Gleisnähe stark beeinträchtigt. Viele Zuge mussten umgeleitet werden oder fielen aus. Zwischen Frick und Brugg standen bis nach 8 Uhr drei Bahnersatzbusse im Einsatz.

Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau (Kapo), sagt auf Nachfrage: "Bei Schweissarbeiten an den Gleisen geriet letzte Nacht versehentlich der Schlauch einer Acetylen-Flasche in Brand." Bei der Notrufzentrale sei um 3.45 Uhr die entsprechende Meldung eingegangen. Inzwischen hatten die SBB laut Graser aber bereits den Löschzug angeordnet, mit dem der Brand kurz nach 4 Uhr gelöscht werden konnte.

Gasflasche musste vor Ort geleert werden

Das Problem lag dann gemäss Kapo-Mediensprecher darin, dass durch die Hitze die Verschlusskappe der Flasche geschmolzen war und so stetig Acetylen austrat. In der Folge wurden die Feuerwehr Brugg und Fachleute beigezogen. "Diese entschieden, den Inhalt der Flasche unter ständiger Kühlung mit Wasser vollständig austreten zu lassen", erklärt Graser.

Danach hätten die SBB die Flasche am Freitagvormittag in den Brugger Schachen gebracht, wo sie in einem Wasserbad weiter gekühlt wurde. Verletzt wurde niemand, wie die Kapo mitteilt. Sie sieht keinen Grund für weitere Ermittlungen.

Gleise 1 bis 4 waren im Gefahrenperimeter

Der Bahnverkehr wurde aus Sicherheitsgründen so stark eingeschränkt. Aufgrund der potenziellen Gefährdung von Menschen sei von den Blaulichtorganisationen ein entsprechender Perimeter über die Gleise 1 bis 4 erlassen worden, wie SBB-Sprecher Daniele Pallecchi erklärt.

Das Kommando an der Unfallstelle oblag laut Pallecchi der Feuerwehr. Diese habe die Stelle um 7.25 Uhr wieder freigegeben. Reisende mussten allerdings noch mit Folgeverspätungen rechnen.

Die laufenden Untersuchungen werden aufzeigen, ob spezielle Massnahmen getroffen werden müssen, damit eine solche Verkehrsbeeinträchtigung möglichst nicht mehr passieren kann.