Tagesstrukturen
Birrhard strebt Label einer familienfreundlichen Gemeinde an

Die Gemeindeversammlung entscheidet über die Einführung der Tagesstrukturen – das Pilotprojekt ist für drei Jahre vorgesehen.

Michael Hunziker
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In der Gemeinde Birrhard sollen Betreuungsmöglichkeiten erweiter werden. (Themenbild Archiv)

In der Gemeinde Birrhard sollen Betreuungsmöglichkeiten erweiter werden. (Themenbild Archiv)

Claudio Thoma

Birrhard strebt das Label einer familienfreundlichen Gemeinde an. Immer wieder wurde der Wunsch geäussert nach Betreuungsmöglichkeiten für Kindergarten- und Schulkinder. Eine Arbeitsgruppe hat sich deshalb mit der Umsetzung von Tagesstrukturen auseinandergesetzt. Die Einführung ab Schuljahr 2021/22 steht an der Gemeindeversammlung am Freitag, 20. November, zur Diskussion.

«Familien- und schulergänzende Kinderbetreuungen ersetzen weder die Familie noch die Schule», stellt der Gemeinderat fest. Aber einerseits ermöglichen sie, fährt die Behörde fort, Elternschaft und Erwerbstätigkeit miteinander zu vereinbaren, andererseits unterstützen sie den Entwicklungs- und Lernprozess der Kinder.

Genutzt werden können für die Tagesstrukturen die Räumlichkeiten im Untergeschoss des Schulhauses – mit der vorhandenen Küche, der Bühne als Aufenthaltsraum sowie der Turnhalle und dem Gang als Essbereich. Der Gemeinderat spricht von einer vorhandenen, den Kindern bereits vertrauten Umgebung, ohne dass weitere Mietkosten anfallen.

Das Pilotprojekt dauert drei Jahre

Während des ersten Jahres der Pilotphase ist ein Angebot geplant jeweils am Dienstag und Donnerstag mit: Frühbetreuung und Mittagsbetreuung, Betreuung am frühen Nachmittag und späten Nachmittag sowie Einzelstunden. Die Auslastung der einzelnen Module werde mit grosser Wahrscheinlichkeit unterschiedlich sein, was einen direkten Einfluss auf die zu erwartenden Kosten für die Gemeinde habe, führt der Gemeinderat aus. Für den Aufbau der Tagesstrukturen – das Pilotprojekt dauert drei Jahre – ist ein Investitionsbudget von 5000 Franken vorgesehen, für die Betreuung ein maximales Pensum von 30 Prozent.

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten über die Rechnung 2019, Kreditabrechnungen, den Gemeindevertrag Kreisschule Oberstufe Eigenamt, mehrere Einbürgerungen, den Kredit von 75000 Franken für die Sanierung der Vierbrunnenstrasse sowie den Baurechtsvertrag auf der Parzelle Nr. 403. Dieser berechtigt den Quartierverein Risi, auf eigene Kosten einen Gemeinschafts- und Spielplatz zu erstellen, beizubehalten und zu erneuern.

Das Budget 2021 ist gemäss Gemeinderat als Folge der Coronapandemie mit vielen Unsicherheiten behaftet und weist trotz Sparmassnahmen – bei einem unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent – ein Minus von 57040 Franken auf. Wie hoch der Rückgang bei den Steuereinnahmen tat­sächlich ausfalle, werde wohl erst im nächsten Jahr genauer ersichtlich sein, hält die Behörde fest.

Gemeindeversammlung Freitag, 20. November, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.

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