Birrhard
Rechnungsjahr 2020: Die Coronapandemie führt zu unfreiwilligen Spareffekten

In Birrhard ist der Nettoaufwand tiefer als erwartet: Anlässe, Kurse oder Übungen konnten fast keine durchgeführt werden.

Michael Hunziker
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Die Steuererträge liegen mit total 2,31 Mio. Franken um knapp 188'000 Franken über dem Budget.

Die Steuererträge liegen mit total 2,31 Mio. Franken um knapp 188'000 Franken über dem Budget.

Claudio Thoma
(31. Juli 2018)

Über einen erfreulichen Rechnungsabschluss 2020 entscheiden die Stimmberechtigten in Birrhard: Der Ertragsüberschuss von rund 256'000 Franken übertrifft die im Budget erwarteten 29'400 Franken deutlich. Das bessere Ergebnis resultiert gemäss Gemeinderat vor allem aus einem per Saldo tieferen Nettoaufwand sowie insgesamt höheren Steuererträgen. Letztere liegen mit 2,31 Mio. Franken um fast 188'000 Franken über dem Budget.

«Das Rechnungsjahr 2020 war durch die Coronapandemie geprägt», stellt der Gemeinderat fest. «Schutzkonzepte, Absagen und Lockdowns waren allgegenwärtig.» Wegen der coronabedingten, von Bund und Kantonen verordneten Massnahmen und Einschränkungen konnten praktisch keine Anlässe stattfinden. Dies habe zu unfreiwilligen Spareffekten geführt bei Schulanlässen, Bundesfeier, Seniorenausflug, Weihnachtsmarkt, Sommergemeindeversammlung, Kursen oder Übungen der Feuerwehr, hält die Behörde fest. Im Gegenzug musste in Schutzkonzepte investiert werden, was zu einigen Mehrausgaben geführt habe. Gegenüber dem Vorjahr halbiert hat sich der Bussen­ertrag der Regionalpolizei. Der Gemeinderat führt aus:

«Weil vor allem in der ersten Jahreshälfte viel weniger Leute unterwegs waren, führte die Repol auch weniger Geschwindigkeitskontrollen durch.»

Weiter zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung eine Einbürgerung sowie das Projekt für die Sanierung und Erweiterung der Abwasserreinigungsanlage in Mellingen.

Gerechnet wird ab 2025 mit einem jährlichen Gemeindebeitrag von voraussichtlich rund 89'600 Franken. Durch das Bevölkerungswachstum im Einzugsgebiet ist die Kapazitätsgrenze der Anlage erreicht. Ausserdem haben, heisst es in den Unterlagen, zahlreiche Anlagenkomponenten ihre erwartete maximale Nutzungsdauer erreicht oder bereits überschritten und müssen daher erneuert werden. Der Baubeginn ist auf Februar/März 2022 geplant, in Betrieb gehen soll die erneuerte Anlage voraussichtlich im April 2024.

Gemeindeversammlung Freitag, 25. Juni, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.

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