Berufsmeisterschaften
«Ich kann es kaum erwarten»: So bereitet sich dieser Windischer Elektroniker auf die Euroskills vor

Mario Liechti stand vor einem Jahr an der Schweizer Meisterschaft in seinem Beruf zuoberst auf dem Treppchen. Was er am europaweiten Wettkampf vom 22. bis 26. September erreichen möchte und wo er die Schweiz als Nächstes vertreten wird.

Carla Honold
Drucken
Teilen
Mario Liechti hat seine Lehre zum Elektroniker im Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen absolviert und arbeitet weiter dort.

Mario Liechti hat seine Lehre zum Elektroniker im Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen absolviert und arbeitet weiter dort.

Britta Gut (9. November 2020)

«Ich freue mich sehr, gegen andere Berufsleute anzukämpfen und die Schweiz an den Euroskills zu vertreten», verrät Mario Liechti im Vorfeld des Wettkampfs. Er tritt in der Kategorie der Elektroniker an. Vom 22. bis 26. September werden die Berufseuropameisterschaften in Graz (Österreich) ausgetragen.

An den Wettkampftagen misst sich Liechti mit Elektronikern aus ganz Europa. Der Windischer bleibt unaufgeregt:

«Nervös bin ich nicht, im Gegenteil, ich kann es kaum erwarten, bis die Wettkämpfe beginnen.»

Bis zur Meisterschaft werde er sich fachlich mit gezielten Repetitionen vorbereiten. Der Ausgleich ist auch wichtig: «Ich schaue darauf, dass ich mich bis zu den Euroskills gut erholen kann. Dann kann ich am Wettkampf alles geben.»

Das Paul-Scherrer-Institut steht hinter ihm

Mario Liechti will an der Berufseuropameisterschaft gut abschneiden.

Mario Liechti will an der Berufseuropameisterschaft gut abschneiden.

zvg

Liechti schloss die Elektroniker-Lehre vor zwei Jahren erfolgreich ab. In seinem Lehrbetrieb, dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen, arbeitet er seit dem Ausbildungsabschluss weiter. In der Vorbereitung auf den europaweiten Wettkampf unterstützt ihn sein Arbeitgeber.

«Am PSI darf ich mich während der Arbeit vorbereiten. Zum einen mittels gezielter Aufgaben für den Wettkampf, aber auch durch die tägliche Arbeit», erklärt Liechti. Routine sei im Beruf sehr wichtig. Hilfe bei der Vorbereitung erhalte er von den Berufsbildnern sowie weiteren Fachpersonen des PSI.

An den Euroskills werden alle Facetten des Berufs getestet

Neben der Berufs- nimmt Liechti auch Wettkampferfahrung mit nach Österreich. Bereits zweimal nahm er an den Schweizer Meisterschaften in der Elektronik-Kategorie teil. An den Swissskills holte er sich 2018 den zweiten Platz. 2020 konnte er Gold mit nach Windisch nehmen.

In Graz muss Liechti mit Leiterplatten arbeiten.

In Graz muss Liechti mit Leiterplatten arbeiten.

zvg

«Der Wettkampf besteht aus einem Querschnitt aus allen Disziplinen der Elektronik», so Liechti zum Programm in Graz. Der 22-Jährige erklärt:

«Die Aufgaben müssen innert kurzer Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln gelöst werden.»

Dazu gehören laut Liechti unter anderem die Schaltungsentwicklung, das Hardwaredesign sowie das Programmieren eines Mikrocontrollers, «um die Elektronik zum Leben zu erwecken».

Das «National Team» will die Rückreise mit Medaillen im Gepäck antreten

Liechti ist einer von zwei Aargauern in der 17-köpfigen Delegation, die im Namen der Schweiz nach Graz reist. Das Swissskills-National-Team tritt in 16 Kategorien an. Nach der Eröffnung am 22. September stehen die Wettkämpfe vom 23. bis 25. September mit etwa 400 Berufsleuten aus ganz Europa an. Am 26. September werden die Siegerinnen und Sieger gekrönt.

Im Video stellt sich Mario Liechti vor.

Youtube

Die Schweizer Nationalmannschaft hat Grosses vor. Martin Erlacher, der technische Delegierte von Swissskills, erklärt:

«Unser Ziel ist es, dass mehr als die Hälfte unserer Wettkämpferinnen und Wettkämpfer mit einer Medaille aus Graz abreist.»

Auf der Website und den Social-Media-Kanälen berichtet Swissskills aktuell vor Ort.

Nächstes Jahr vertritt er die Schweiz in Schanghai

Zu den Medaillenträgern möchte auch Liechti gehören. «Mein grösstes Ziel ist natürlich, die Goldmedaille zu gewinnen.» Ganz vorne dabei sein möchte er auf jeden Fall. Der Windischer ist jedoch nicht nur auf Edelmetall aus:

«Wichtig ist für mich auch, dass ich viel aus den Euroskills lernen und die Erfahrungen an die Worldskills 2022 mitnehmen kann.»
Nächstes Jahr reist der Windischer für die Worldskills nach Schanghai.

Nächstes Jahr reist der Windischer für die Worldskills nach Schanghai.

Britta Gut (19. November 2020)

Für die Weltmeisterschaften in Schanghai qualifizierte sich der 22-Jährige mit dem Schweizer-Meister-Titel im letzten Jahr. Mit den Vorbereitungen für den weltweiten Wettkampf beginnt Liechti aber nicht sofort. Zuerst müsse er einen Teil seiner Zivilschutzpflicht erfüllen.

Aktuelle Nachrichten