Windisch
Ausstellung über Agnes ist zurück

Sie war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Mittelalters: Königin Agnes von Ungarn. Nun ist die Ausstellung über sie bis Ende Oktober 2018 nochmals im Kloster Königsfelden zu sehen.

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Sieben Stationen prägen die Ausstellung im Kloster Königsfelden.

Sieben Stationen prägen die Ausstellung im Kloster Königsfelden.

Pascal Meier;zvg/Museum Aargau;

Das Museum Aargau widmete 2017 Königin Agnes von Ungarn eine Ausstellung mit dem Titel «Königin Agnes von Ungarn – eine Habsburgerin zwischen Kloster und Eidgenossen». Die kantonale Institution rückte mit dem Jahresthema «Kaiser, Könige und Königin» an allen Standorten bekannte Persönlichkeiten ins Zentrum. In Windisch war es Königin Agnes. Nun ist diese Ausstellung bis Ende Oktober 2018 nochmals im Kloster Königsfelden zu sehen.

Sieben Stationen mit grossen architektonischen Elementen erzählen Geschichten von Königin Agnes, unter anderem aus ihrer Kindheit, den Jahren in Ungarn, von ihrem Wirken als Stifterin sowie vom Klosterschatz. Zu sehen sind etwa Urkunden aus dem Staatsarchiv des Kantons Aargau und ein mittelalterliches Gebetsbuch aus Sarnen. Die Krönung der Ausstellung ist ein aus Seide gestickter Chormantel (Pluviale) aus dem Kloster Engelberg. Dieser wurde im 14. Jahrhundert gefertigt und ist mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Schenkung von Königin Agnes an das Kloster Engelberg. Eine Inschriftenborte am Rand des Mantels spricht von einer hochgestellten Frau als Donatorin des Pluviale. Da zu der Zeit keine anderen hochrangigen Förderinnen des Klosters Engelberg bekannt sind, ist die Zuordnung praktisch gesichert. Im 14. Jahrhundert pflegte Agnes enge Verbindungen zum Frauenkonvent von Engelberg.

Sie wirkte wie eine Diplomatin

Königin Agnes von Ungarn hatte die Qualitäten einer Diplomatin und grossen Stifterin. Heute würde man sie vermutlich als Top-Managerin bezeichnen. Ihr gelang es unter anderem, das Kloster Königsfelden zu einem der einflussreichsten Klöster seiner Zeit auszubauen.

Agnes wurde 1280 oder 1281 geboren. Ein Franziskanerbruder des Klosters Königsfelden hielt fest, dass sie am 11. Juni 1364 im 84. Lebensjahr verstarb. Diese Lebenszeit nutzte die Habsburgerin gut und hinterliess viele Spuren bis in die heutige Zeit. Ihr Grossvater war König Rudolf I., der erste Habsburger auf dem Thron des römisch-deutschen Reichs. Rudolfs Sohn Albrecht, der Vater von Agnes, wurde 1282 alleiniger Regent im Herzogtum Österreich und bezog kurz nach Agnes’ Geburt die herrschaftliche Burg in Wien. (AZ)

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