Wettingen
Wenn der Neubau des Alterszentrums St. Bernhard bezugsbereit ist, zieht auch die Wäscherei der Arwo ein

Die zwei Wettinger Institutionen gehen eine Kooperation ein - und legen auf Frühling 2022 ihre Lingerie-Abteilungen zusammen. Das löst auch ein Problem der Arwo Stiftung, wenn ab 2024 das Wohnheim modernisiert wird.

Drucken
V.l.n.r.: Roland Meier und Daniel Hüsser von der Arwo Stiftung gemeinsam mit Marcia Nietlispach und Peter Wyss vom Alterszentrum.

V.l.n.r.: Roland Meier und Daniel Hüsser von der Arwo Stiftung gemeinsam mit Marcia Nietlispach und Peter Wyss vom Alterszentrum.

Bild: zvg

Nach rund einjähriger Planung haben das Wettinger Alterszentrum St. Bernhard und die Arwo Stiftung einen Kooperationsvertrag unterschrieben: Ab Frühjahr 2022 werden sie gemeinsam eine Wäscherei betreiben. Das teilten die beiden Institutionen am Donnerstag mit.

Bisher wurden die Lingerie-Abteilungen getrennt geführt und wöchentlich je rund 1,5 Tonnen Wäsche verarbeitet – sowohl für die eigenen Bewohnenden als auch für externe Firmen. In der Arwo werden damit geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung angeboten.

Der neue gemeinsame Betrieb befindet sich im Neubau des Alterszentrums St. Bernhard, die Lingerie-Mitarbeiterinnen der Arwo Stiftung werden ihren Arbeitsplatz dorthin verlegen. «Es wird ein menschlicher Gewinn sein für die Mitarbeitenden beider Institutionen», sagt der neue Geschäftsleiter des St. Bernhard, Peter Wyss.

So auch für die Arwo Stiftung, wie deren Geschäftsführer Roland Meier bestätigt: «Wir suchen immer Möglichkeiten, unseren Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung geschützte Arbeitsplätze anzubieten, die möglichst nah am ersten Arbeitsmarkt sind. Durch diese Kooperation können wir ihnen ein solches Angebot machen.»

Der Neubau ist auf Kurs

Mit dieser Lösung hat die Arwo Stiftung zudem die Frage geklärt, wo sie während der in den Jahren 2024 bis 2026 geplanten Modernisierung des Wohnheims die Wäsche besorgt. «Wir brauchen dann gar keine Zwischenlösung mehr, sondern können sogar noch zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung an einem neuen, attraktiven Arbeitsplatz anbieten», sagt Daniel Hüsser, der in der Arwo für Finanzen und Infrastruktur zuständig ist und den Prozess begleitet.

Peter Wyss fügt an:

«Nicht zuletzt entsprechen eine gesteigerte Auslastung und die Schonung von Ressourcen auch dem Gedanken der Nachhaltigkeit – einem unserer Leitmotive.»

«Für unsere Mitarbeiterinnen mit Beeinträchtigung ist das eine absolut gute Sache», sagt Elisabeth Locher. Sie hat die Lingerie in der Arwo in den vergangenen zwanzig Jahren geleitet. Trotz ihrer diesjährigen Pensionierung wird sie ihre Mitarbeiterinnen im Frühjahr, wenn das Alterszentrum bezugsbereit ist, an den neuen Arbeitsort begleiten, der von ihrer Nachfolgerin Monika Pecoraro geleitet wird.

«Auch unsere Mitarbeitenden freuen sich, gemeinsam mit der Arwo die Zukunft zu gestalten und dazu beizutragen, Menschen mit Beeinträchtigung ein Arbeitsumfeld zu geben», sagt Marcia Nietlispach, Mitglied der Geschäftsleitung des St. Bernhard. Sie leitet im Alterszentrum die Hotellerie. Ihre Mitarbeitenden würden für die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung geschult.

Der Neubau des Alterszen­trums ist laut Wyss auf Kurs. Er wird künftig insgesamt 140 Seniorinnen und Senioren beherbergen. Es entstehen 31 Alterswohnungen und auch Bedürfnisse wie Coiffeur, Podologie oder Physiotherapie werden abgedeckt. (az)

Aktuelle Nachrichten