Baden-Rütihof
Twerenbold: Ausbau wegen Schweizers Reise-Lust

Das Reisen ist des Schweizers Lust. Weil diese ungebrochen steigt, muss Twerenbold am Firmensitz ausbauen – und den verlangten Wohnteil erstellen. Am Firmenstandort Baden-Rütihof werden 13 Millionen Franken investiert.

Roman Huber
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Twerenbold Reisen

Twerenbold Reisen

Zur Verfügung gestellt

Am Dorfrand von Rütihof plant Twerenbold Reisen AG eine räumlich raffiniert kombinierte Wohn- und Gewerbe-Überbauung. Das Betriebsareal wird durch eine neue Buseinstellhalle für 30 Fahrzeuge abgegrenzt. Diese Kapazität benötigt das Unternehmen, weil es weiter wächst, auch im öffentlichen Transportverkehr.

Darüber aufgesattelt, kommt das Bürogeschoss zu liegen. Der gegen Süden zum Betriebsareal ausgerichtete Längsbau bildet in seiner Position einen Lärmriegel für das dahinterliegende Wohnareal. Dort wird ein dreigeschossiger Wohnbau mit rund 12 Wohnungen erstellt.

Das Projekt der Badener Architekten Zulauf und Schmidlin liess Twerenbold Reisen über einen Ideenwettbewerb ermitteln. Die Vorgabe war klar: Weil sich lediglich das Hauptgebäude der Firma Twerenbold in der Gewerbezone befindet, die restlichen Anlagen wie der Busterminal und die geplante neue Einstellhalle jedoch in der Wohn- und Gewerbezone WG3 stehen, muss die Bauherrschaft den geforderten hälftigen Wohnanteil nun zwingend erstellen, nachdem ihr die Stadt Aufschub gewährt hatte.

Passt gut ins Quartier

Bei der Stadt gibt man sich jedoch zufrieden, denn die Bauherrin habe mit dem Ideenwettbewerb ein sehr erfreuliches Resultat erzielt, sagt Bauvorsteher Kurt Wiederkehr. So passt die trotz unterschiedlicher Nutzung einheitlich gestaltete Überbauung sowohl von der Form als auch vom Kleid her sehr gut ins Quartier.

Zudem ist das Projekt als Ganzes ökologisch (und ökonomisch) durchdacht konzipiert: Das Brauchwasser wird durch eine Solaranlage erwärmt, das Regenwasser ab Dach wird in einem Grauwassertank gesammelt und für die Fahrzeugreinigung benutzt. Die automatisierten Fenster im Bürotrakt ermöglichen es, die Räume ohne aktive Kühlung zu betreiben und nachts auszukühlen. Die Wohnungen sind mit Komfortlüftung ausgestattet.

Die Anwohner habe man frühzeitig orientiert, erklärt Firmenchef Werner Twerenbold. Er freue sich, dass die öffentliche Auflage des Baugesuches ohne Einsprache verlaufen sei. Er rechnet demnächst mit der Baubewilligung. Im Februar oder März möchte man den Bau dann starten. Die Realisierung wird laut Twerenbold anderthalb Jahre in Anspruch nehmen.

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