Niederrohrdorf
Schulraum knapp: Jetzt muss auch für die Oberstufe ein Provisorium her

Seit 2015 wird ein Teil der Primarschule in einem Pavillon unterrichtet. Weil es bis zum endgültigen Erweiterungsbau noch einige Jahre dauert, braucht es dieselbe Lösung nun für das Oberstufenzentrum.

Sarah Kunz
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Seit 2015 wird die Primarschule in Niederrohrdorf in diesem Pavillon unterrichtet. Ab Juni folgt eine Containerlösung auch für die Oberstufe. (Archiv)

Seit 2015 wird die Primarschule in Niederrohrdorf in diesem Pavillon unterrichtet. Ab Juni folgt eine Containerlösung auch für die Oberstufe. (Archiv)

Carla Stampfli

Dass die Gesamtschule am Rohrdorferberg ein Platzproblem hat, ist schon lange bekannt. Der Erweiterungsbau «Jim Knopf» der Schulanlage Rüsler in Niederrohrdorf soll langfristig Abhilfe verschaffen. Bis der Neubau zustande kommt, dauert es aber mindestens noch drei Jahre. Wegen der rasant steigenden Schülerzahlen ist ein Teil der Primarschule bereits seit 2015 in Containern untergebracht. Nun folgt dieselbe Lösung auch für die Oberstufe.

«Wir haben damit gerechnet, dass die Räumlichkeiten im Oberstufenzentrum nicht bis zum definitiven Erweiterungsbau ausreichen werden», sagt Vreni Sekinger, Präsidentin der Kreisschule Rohrdorferberg.

«Wenn schon die Primarschule Platzbedarf aufweist, hat das schliesslich zwangsläufig Auswirkungen auf die Oberstufe.»

Geplant ist nun die Miete eines zweistöckigen Containergebäudes der Firma Fagsi AG. Das Provisorium soll Platz bieten für sechs Unterrichtszimmer, einen Natur- und Technikraum, diverse Nebenräume sowie sanitäre Anlagen. Es soll am Rande des Schulhausplatzes der Oberstufe zu Stehen kommen.

Laut Sekinger sind die Kosten für das Provisorium noch nicht abschliessend definiert, die Feinarbeit stehe noch aus. Die Beschwerdefrist für den Zuschlag an die Aargauer Firma ist aber bereits abgelaufen – es gab keine Beschwerden. In Kürze wird das Baugesuch auf der Gemeindekanzlei aufliegen. Damit der Schulbetrieb auf das neue Schuljahr aufgenommen werden kann, sollen die Container im Juni angeliefert und installiert werden.

Vreni Sekinger, Präsidentin Kreisschule Rohrdorferberg.

Vreni Sekinger, Präsidentin Kreisschule Rohrdorferberg.

ZVG

«Jim Knopf» wartet noch auf grünes Licht

Auch wenn die beiden Provisorien das Platzproblem kurzzeitig lösen, ist ein Erweiterungsbau letztlich unumgänglich. Das dafür geplante Projekt «Jim Knopf», das 2017 als Sieger eines Projektwettbewerbs hervorging, soll auf dem heutigen roten Allwetterplatz zu stehen kommen, der südlich der Rüslerstrasse und westlich des Oberstufenzentrums liegt. Sobald das neue Schulhaus «Jim Knopf» steht, werden die bestehenden Pavillons rückgebaut. An der Stelle des Primarschule-Provisoriums kommt dann der neue Allwetterplatz hin.

Noch fehlt dem Projekt aber die Zustimmung des Souveräns der vier Vertragsgemeinden Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und Bellikon. Eigentlich hätte der Projektierungskredit den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Februar präsentiert werden sollen. «Wir mussten aber zurückkrebsen, unser Zeitplan war zu ehrgeizig», sagt Sekinger.

Die Baukommission ist momentan daran, einige Kostentreiber wie etwa für die Lüftung- und Kälteregulierung im Sommer noch einmal tiefer zu analysieren und allenfalls günstigere Alternativen zu prüfen. Ist das Vorprojekt ausgearbeitet, werden gemäss Sekinger auch die zu erwartenden Kosten kommuniziert. Sie sagt:

«Wir gehen davon aus, dass wir dann an der nächsten Winter-Gmeind das angepasste Projekt präsentieren können und grünes Licht erhalten.»

Inwiefern die Verzögerung die geplante Fertigstellung 2024 gefährdet, wird sich zeigen.

So soll «Jim Knopf» in Niederrohrdorf dereinst aussehen. Geplant ist der Erweiterungsbau nach wie vor für 2024.

So soll «Jim Knopf» in Niederrohrdorf dereinst aussehen. Geplant ist der Erweiterungsbau nach wie vor für 2024.

Visualisierung: ZVG