Baden

General Electric baut in der Schweiz weniger Stellen ab als geplant

Der US-Konzern General Electric (GE) baut in der Schweiz weniger Stellen ab als ursprünglich geplant. GE Power will nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nun höchstens noch 200 Arbeitsplätze abbauen, wie es mitteilt. Im vergangenen Juni hatte das Unternehmen den Abbau von rund 450 Jobs in Baden und Birr angekündigt.

Das Ergebnis des Konsultationsverfahrens sehe einen möglichen Abbau von höchstens 200 Stellen in der Schweiz vor, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das seien 55 Prozent weniger als die anfänglich kommunizierten 450 Stellen. Die Gründe dafür seien die natürliche Fluktuation, Vereinbarungen mit Dritten, Frühpensionierungen sowie ein geringerer Abbau von Stellen. Doch eigentlich müsste das Unternehmen die natürliche Fluktuation, Frühpensionierungen etc. auch in die Zahl der abgebauten Stellen einbeziehen. Insofern bleibt ein grosses Fragezeichen zu den 200 Stellen. 

Bereits 2016 strich der Schweizer Ableger des US-Unternehmens nach dem Kauf der Energiesparte des französischen Industriekonzerns Alstom rund 900 Stellen. Im Dezember 2017 folgte der nächste Kahlschlag. Damals wollte GE von den noch 4'500 verbleibenden Jobs in der Schweiz nochmals 1'400 streichen. Nach einem Konsultationsverfahrens einigte sich man mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Abbau von höchstens 1'200 Stellen.

Aus dem Archiv: General-Electric-Kahlschlag in Baden (7.12.2017) 

Man sei sich der schwierigen Lage für die betroffenen Mitarbeiter bewusst und halte deshalb an einem "umfassenden und gut ausgebauten" Sozialplan fest, schrieb GE in der Mitteilung von Montag. Es sei das oberste Ziel, für alle betroffenen Mitarbeiter eine neue Stelle zu finden. Dabei spiele der firmeninterne Beratungsservice eine wichtige Rolle. Bei der letzten Restrukturierung hätten mit dessen Hilfe 90 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer bereits vor dem Austritt bei GE eine neue Stelle gefunden. (sda/az)

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