Fussball 1. Liga
Baden siegt im Spitzenspiel unter den Augen des U19-Natitrainers Bruno Berner – dieser lobt einen Spieler

Alle hatten sich im Stadion Esp mit einem Unentschieden abgefunden, als Cedric Franek in der 91. Minute der Siegtreffer für Baden gegen Linth gelang. Auf der Tribüne sass der Schweizer U19-Nationaltrainer Bruno Berner – er nahm einen Badener unter die Lupe.

Michael Wehrle
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Per Kopf erzielte Cedrik Franek das einzige Tor.

Per Kopf erzielte Cedrik Franek das einzige Tor.

Alexander Wagner (14.8.2021)

«An Tagen wie diesen», dröhnte nach dem Schlusspfiff im Stadion Esp der Hit der «Toten Hosen» lautstark aus den Boxen und die Badener Fans unter den 335 Zuschauern nahmen das Motto begeistert auf.

Schon hatten sie sich mit einem torlosen Unentschieden im Nachholspiel gegen Linth abgefunden, ja waren gar froh, dass das eigene Team nicht noch mit einem Gegentor bestraft wurde, da erlöste Abwehrchef Cedric Franek die Badener. In der Nachspielzeit traf er per Kopf auf Flanke des eingewechselten Christian Chirulli.

Die Stürmer um Torjäger Chris Teichmann hatten es diesmal nicht auf die Reihe gebracht und so zitterten sich die Badener zum Erfolg. Es war eine intensive erste Halbzeit, von beiden Seiten. Doch das Geschehen spielte sich eigentlich nur zwischen den beiden Strafräumen ab, die Abwehrreihen dominierten.

Baden übernimmt das Kommando

Ganz anders sah das dann nach der Pause sah. Der FC Baden übernahm das Kommando, spielte zeitweise auf ein Tor. Schon nach drei Minuten hatte Topstürmer Teichmann das 1:0 auf dem Fuss. Weitere Chancen folgten, darunter einige hochkarätige.

Von Linth kam kaum etwas, bis zu 90. Minute, als Stürmer Genc Krasniq eine gute Kopfballchance versiebte. Fast schien sich die alte Fussballweisheit zu bestätigen, wer die Chancen nicht nutzt, der kassiert ein Gegentor. Doch praktisch im Gegenzug traf Franek. «Wir wussten, das ist die letzte Aktion, also versuchen wir es noch einmal», sagte er. Viele Tore erziele er ja nicht, dafür die wichtigen.

«Wir haben nach der Pause mehr Bewegung in unser Spiel gebracht», fand Badens Trainer Ranko Jakovljevic. Seine Mannschaft habe präziser im Aufbau gespielt, endlich zu ihrem Spiel gefunden. «In der ersten Halbzeit waren wir in der Defensive gut, nach der Pause waren wir in der Defensive und in der Offensive gut», brachte es der Trainer auf den Punkt.

Baden führt die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf Eschen/Mauren an. Dabei haben die Liechtensteiner eine Partie mehr absolviert. Acht Siege bei einer Niederlage stehen auf dem Konto der Aargauer.

Nationaltrainer auf der Tribüne

Bruno Berner. (Archiv/Martin Meienberger/freshfocus)

Bruno Berner.
(Archiv/Martin Meienberger/freshfocus)

Martin Meienberger

Interessiert verfolgte Bruno Berner, Schweizer Nationaltrainer der U19, die Partie. «Baden hat verdient gewonnen, war nach der Pause klar besser», analysierte er. Berner nahm Badens Goalie Marvin Hübel unter die Lupe.

Und obwohl der nicht gross beschäftigt war, sah Berner viel: «Er hatte die Lufthoheit, war hoch konzentriert, kommunizierte gut, spielte stark mit dem Fuss.»

Der Badener Goalie Marvin Hübel.

Der Badener Goalie Marvin Hübel.

Alexander Wagner

Eine reife Leistung, fand Berner, besonders für einen 18-Jährigen.

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