In der Nacht auf vergangenen Freitag waren in einer Wohnung in Spreitenbach ein Ehepaar im Alter von 77 und 55 Jahren sowie der vierjährige Enkel der Ehefrau tot aufgefunden worden. Nach dem Familiendrama kursierten in der Nachbarschaft verschiedene Versionen des Tathergangs. Nun teilt die Aargauer Staatsanwaltschaft mit, dass gemäss forensischen Untersuchungen der 77-jährige Schweizer seine 55-jährige Ehefrau und deren 4-jährigen Enkel getötet hat. Die angeordnete Obduktion am Institut für Rechtsmedizin hat gezeigt, dass das Kind an den Folgen von Schuss-, Stich- und Schnittverletzungen gestorben ist. Die 55-jährige Grossmutter des Jungen ist an den Folgen von Schussverletzungen umgekommen.

Spreitenbach: Warum musste Stephano so früh sterben?

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Nur ein Tag vor seinem vierten Geburtstag wurde das Leben des kleinen Stephano ausgelöscht. Was ist der Grund für eine so schreckliche Tat?

Auf Nachfrage sagt Fiona Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, bei der Frau seien drei Schusswunden festgestellt worden, beim Kind eine Schussverletzung. In welcher Reihenfolge die Opfer starben, gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Klar sei aber, dass der Senior die vier Schüsse abgegeben und dem Kind die Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt habe.

Laut der Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurden die vier Schüsse nicht aus einer Armeewaffe abgefeuert. «Bei der gefundenen Tatwaffe handelt es sich um einen Revolver», sagt Strebel. Wem dieser gehörte, ist unklar. «Die Tatwaffe war nicht eingelöst und der 77-jährige Mann hatte keinen Waffentragschein», sagt Strebel auf Nachfrage. Neben dem Revolver konnte in der Wohnung des Ehepaars ein Küchenmesser sichergestellt werden, das ebenfalls als Tatmittel infrage kommt.

Noch nicht geklärt ist die Todesursache des 77-jährigen Ehemannes. Bei ihm konnte das Institut für Rechtsmedizin weder innere noch äussere Verletzungen feststellen. Deshalb stehe «ein inneres Geschehen» im Vordergrund, heisst es in der Medienmitteilung. Strebel sagt, derzeit liefen toxikologische und andere Untersuchungen, um die Todesursache des Mannes festzustellen. Die Kantonspolizei ermittelt derweil weiter bezüglich Tatmotiv und Tathergang im Familiendrama von Spreitenbach. Klar ist jetzt schon, dass das Verfahren am Ende eingestellt wird, weil alle Beteiligten verstorben sind.

Nachbarn nach Tötungsdelikt in Spreitenbach besorgt

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Die Nachbarn sind mit der Mutter des toten 4-Jährigen gut befreundet. Während der Tat waren sie zuhause und machten sich um das Kind grosse Sorgen.

Wohnblock in Spreitenbach: Hier kam es zum Tötungsdelikt

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Ein Ehepaar und ein Knabe sind in der Nacht auf Freitag in einer Wohnung in Spreitenbach tot aufgefunden worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelt es sich um ein Gewaltverbrechen. Der Mann oder die Frau dürfte das Delikt verübt und sich danach selbst gerichtet haben.