Eine Wettingerin stellt Baden vor

Maria Magdalena Kaufmann vom Teddybärmuseum repräsentiert die Bäderstadt in der SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz».

David Rutschmann
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Maria Magdalena Kaufmann zeigt bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» ihr Baden.

Maria Magdalena Kaufmann zeigt bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» ihr Baden.

Bild: Screenshot SRF

«Baden ist mein Herzensort», sagt Maria Magdalena Kaufmann. Entsprechend habe sie sich «wahnsinnig» gefreut, als sie im Sommer angefragt wurde, ob sie diesen Herzensort in der SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» vorstellen wolle. Doch da die 65-Jährige aus Wettingen stammt und nur rund ein Jahr ihres Lebens in Baden gewohnt hat, musste sie zunächst überlegen, ob sie die Stadt wirklich repräsentieren wolle. Als Betreiberin des Badener Teddybärmuseums, Märchenerzählerin des Liechterweckens, pas- sionierte Fasnächtlerin und Schauspielerin in Badener Theater und Kabarett ist sie dennoch tief verwurzelt mit der Stadt. Wenn jemand wie sie, die Baden gut kennt, die Schokoladenseiten bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» zeigt, ist das auch beste Werbung für die Stadt.

In der Sendung treten verschiedene Städte und Gemeinden gegeneinander an, und die Teilnehmer müssen «ihren» Ort aus verschiedenen Perspektiven vorstellen. Neben Baden werden in der kommenden Woche vier weitere Aargauer Gemeinden gezeigt: Remigen, Kölliken, Spreitenbach und Biberstein.

«Anfangs fand ich diese Zusammenstellung seltsam: Dass eine Stadt wie Baden gegen Orte antreten soll, die so viel kleiner sind. Aber ich musste feststellen, dass es unglaublich schwierig ist, eine so vielfältige Stadt wie Baden auf drei Kategorien zu begrenzen», erzählt Kaufmann und klingt dabei fast so, als hätte sie die «Baden ist» - Werbekampagne auswendig gelernt. «Damit kann man Baden in seiner Vielfalt nicht gerecht werden.» Doch genau das war die Aufgabe der Sendung.

Kaufmann wählte aus fünf möglichen Kategorien die Themenfelder «Natur», «Tradi­tion» und «Freizeit» aus. Also führte sie ihre Gäste am Drehtag Ende August zunächst in den Badener Wald. «Denn Baden hat den Wakker-Preis unter anderem für seine Naturgestaltung verliehen bekommen. Ich wollte damit zeigen, dass Baden eben nicht nur Stadt ist.»

Danach ging es ins Bäderquartier. Der Dreh dort gestaltete sich als kompliziert. Eigentlich habe man bei den Ausgrabungen zuschauen wollen, doch just in diesen Tagen verhängte der Kanton den Baustopp aufgrund neuer archäologischer Funde. «Mir war trotzdem wichtig, die Bäder zu zeigen. Für mich stehen sie exemplarisch für den Hedonismus der Badener. Im calvinistisch geprägten Zürich fuhr man schon im Mittelalter nach Baden, um das Leben zu geniessen», schwärmt sie.

Zuletzt zeigte die pensionierte Kindergärtnerin ihren Gästen noch den Ort in Baden, zu dem sie den persönlichsten Bezug hat: ihr eigenes Teddybärmu­seum an der Oberen Halde. Hier stellt sie seit 15 Jahren rund 300 Teddybären aus − ein Bruchteil ihrer mehr als 1000 Plüsch-Petz fassenden Sammlung.

Und wenn noch mehr Zeit gewesen wäre, was hätte Maria Kaufmann noch gezeigt? Sie erzählt von der Industrie-­Geschichte der Stadt, von der Altstadt, von der Kulturszene, dem Kurtheater und den Badener Masken, aber auch vom modernen Baden, das «den Jungen» Konzert- und Clubkul- tur bietet, und der Badenfahrt, einem «gewaltig grossen Fest, das vor allem zeigt, wie engagiert die Badener sind». Auch die Besuche in den anderen Gemeinden seien bereichernd gewesen: «Die Chemie mit den anderen Teilnehmern hat gestimmt.» Welcher Teilnehmer für «seinen» Ort die meisten Punkte der Gäste erhalten hat, will Kaufmann allerdings noch nicht verraten.

Hinweis

Die Badener Folge von «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» wird am Donnerstag, 17. Dezember, um 18.15 Uhr auf SRF1 ausgestrahlt, die Folge aus Spreitenbach am Abend zuvor.