Baden
Ein Schwatz bei Suppe mit Spatz

Zum 11. Mal lud das Regionale Pflegezentrum Baden die Bevölkerung zum Suppentag ein.

Carolin Frei
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Auch Turgis Gemeindeammann Adrian Schoop servierte am Suppentag im Regionalen Pflegezentrum Baden.

Auch Turgis Gemeindeammann Adrian Schoop servierte am Suppentag im Regionalen Pflegezentrum Baden.

Carolin Frei

Ein würziger Geruch liegt in der Luft – am Samstagmittag im Park des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB). Kein Wunder, aus drei grossen Suppentöpfen wird «Suppe mit Spatz» geschöpft. Nicht etwa in biedere Teller, sondern in Gamellen. In jedem Topf köcheln 60 Liter Suppe, die mit Karotten, Kabis, Lauch, Sellerie, Kartoffeln und Fleisch angereichert sind. «Der Suppentag findet bereits zum 11. Mal statt, da profitieren wir von unserer langen Erfahrung und der Routine», sagt Andreas Biedermann, Leiter Küche im RPB. Froh sei man trotzdem jedes Mal, wenn dann die Suppe rechtzeitig geniessfertig sei.

Kaum freie Plätze

Das freut auch die Besucher, die am Suppentag vorbeischauen. «Mir schmeckts, ich habe gleich zwei Portionen gegessen», sagt Harry Wolfensberger aus Wettingen. Er ist nicht zum ersten Mal am Anlass des RPB dabei, teilt dieses Erlebnis gerne mit Kollegen. Auch dem 10-jährigen Gian-Mattia, der mit seiner Familie zum Suppentag gekommen ist, mundet es. Und eine Bewohnerin meint, sie könnte diese Suppe jeden Tag essen, so fein sei sie. So erstaunt denn nicht, dass bereits kurz vor halb zwölf nur noch wenige Festbank-Plätze frei sind.

Umfrage: Warum besuchen Sie den Suppentag?

Michel Bischof, Gemeinderat Ennetbaden: «Ich finde den Suppentag eine gute Sache – für die Bevölkerung und die Bewohner. Mir machts grossen Spass. Meine 92-jährige Tante kommt ebenfalls vorbei, ich werde dann mit ihr zusammen einen Teller Suppe mit Spatz geniessen.»
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Beatrice Bäbler, Verwaltungsrätin RPB: «Solche Anlässe finde ich wichtig, sie bieten eine schöne Gelegenheit, den Kontakt zur Bevölkerung und den gemeinsamen Austausch zu pflegen. Deshalb unterstütze ich den Suppentag gerne. Ich bin bereits zum 4. Mal mit von der Partie.»
Philippe Rey, Gemeinderat Wettingen: «Ich bringe mich gerne bei sozialen Anlässen ein. Ich finde, das gehört einfach dazu. Ich war auch schon als Skilehrer für blinde und beeinträchtigte Menschen tätig. Beim Suppentag bin ich im Service eingeteilt, was mir absolut entspricht.»
Markus Schneider, Stadtammann Baden: «Für mich ist der Suppentag ein sehr guter Anlass. Es gibt uns Politikern die Möglichkeit, mit der Bevölkerung einmal anders zusammenzukommen, sie zu bedienen und tolle Gespräche zu führen. Baden ist heuer auch Wein-Sponsor.»
Antoinette Eckert, Grossrätin Wettingen: «Ich bin seit der ersten Stunde mit dabei. Ich habe in diesen 11 Jahren nur einmal wegen Krankheit passen müssen. Ansonsten bin ich bei jedem Wetter mit von der Partie. Mir gefällt der Anlass sowie der Austausch mit den Besuchern.»

Michel Bischof, Gemeinderat Ennetbaden: «Ich finde den Suppentag eine gute Sache – für die Bevölkerung und die Bewohner. Mir machts grossen Spass. Meine 92-jährige Tante kommt ebenfalls vorbei, ich werde dann mit ihr zusammen einen Teller Suppe mit Spatz geniessen.»

Carolin Frei

Seit 2009 bietet das Regionale Pflegezentrum Baden der Bevölkerung am letzten Samstag im Februar kostenlos «Suppe mit Spatz» an. Die Küchenmannschaft des RPB und Mitglieder der Vereinigung «Entrée» der Küchenchefs Aargauischer Spitäler und Heime bereiten die Suppe gemeinsam zu. Politiker aus der Region sowie Verwaltungsratsmitglieder des RPB übernehmen das Schöpfen und Servieren und nutzen die Gelegenheit, mit der Bevölkerung zu diskutieren.

Der Suppentag wird jeweils von gegen 1000 Gästen besucht. Ziel des Anlasses sei es, pflegebedürftige und nicht pflegebedürftige Menschen einander näher zu bringen und der Öffentlichkeit mit einer heissen Suppe für die Aufmerksamkeit zu danken, die das Zentrum und seine Bewohner das ganze Jahr über erfahren, betonen die Verantwortlichen des RPB.

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