Baden

Badener Online-Casinos kurz vor dem Start - wenn der Bundesrat zustimmt

Bald könnten die ersten vier Schweizer Online-Casinos an den Start gehen. Das Grand Casino Baden gehört zu den Kandidaten.

Der Bundesrat entscheidet über Konzessionen – erfreuliches Geschäftsjahr für die Stadtcasino Baden AG.

Ein Jahr nach der Abstimmung über das neue Geldspielgesetz könnten bald die ersten vier Schweizer Online-Casinos an den Start gehen: Zu den Kandidaten für den Betrieb zählen neben dem Grand Casino Luzern und dem Casino Pfäffikon auch das Grand Casino Baden und das Casino Davos. Letzteres gehört zu rund 46 Prozent der Stadtcasino Baden AG und damit anteilmässig der Stadt Baden.

Die Gesuche der vier Casinos haben die Überprüfung durch die Eidgenössische Spielbankenkommission bestanden, sie wurden diese Woche im Bundesblatt publiziert. Nun muss noch der Bundesrat über die vier sogenannten Konzessionserweiterungsgesuche entscheiden. Frühestens am 1. Juli könnten die vier Online-Casinos dann ihren Betrieb aufnehmen.

Detlef Brose, CEO des Grand Casinos Baden, sagt zu den Plänen: «Zum einen soll unser bestehendes Social-Casino ‹JackPots› in den Echtgeld-Betrieb überführt werden. Zum Zweiten soll zur Zukunftssicherung des Davoser Casinos ein eigenes Online-Casino unter dem Namen ‹casino777› lanciert werden.» Man geht an der Haselstrasse in Baden von einem erfolgversprechenden Angebot im Internet aus. Jürg Altorfer, Verwaltungsratspräsident der Stadtcasino Baden AG, hält dazu fest: «Das ist ein wichtiger Zwischenschritt für unsere Gruppe. Wir haben nun die Chance, zu den ersten Schweizer Online-Casinos am Markt zu gehören. Wir hoffen, dass der Bundesrat den Anträgen der Spielbankenkommission folgt und wir die entsprechenden Konzessionserweiterungen erhalten.»

Eigene Onlinespiel-Entwicklung

Das Grand Casino Baden setzt für seinen Einstieg in den Online-Gaming-Markt auf eine eigene Plattform und hat sich dazu im Februar am internationalen Plattform- und Spieleentwickler Gamanza beteiligt. Das Unternehmen hat seinen Sitz wie das Grand Casino im Badener Kursaal an der Haselstrasse. Mittelfristig werde das Grand Casino 50 Prozent an der Gamanza-Gruppe halten, heisst es in einer Mitteilung.

Für die Stadt Baden und die rund 2300 Einzelaktionäre der Stadtcasino Baden AG gibt es darüber hinaus erfreuliche Nachrichten: Alle Casinos der Stadtcasino-Baden-Gruppe im In- und Ausland legten im Geschäftsjahr 2018 beim Umsatz zu. Der Spielumsatz verbesserte sich um gut 4 Prozent auf über 63 Millionen Franken, womit das Badener Grand Casino weiterhin klar zu den Top 3 der Schweizer Casinos zähle.

Aber auch das Casino in Davos und die drei «Merkur»-Spielbanken im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, an welchen die Stadtcasino Baden 25 Prozent hält, trugen zum guten Gesamtergebnis des letzten Jahres bei. Die Spielbanken in Sachsen-Anhalt stehen in Leuna-Günthersdorf, in Halle an der Saale und in der Landeshauptstadt Magdeburg. CEO Detlef Brose sagt zum guten Jahresergebnis: «Erfreulicherweise konnte insbesondere der Umsatzrückgang des Grand Casino Baden gestoppt werden. Zudem waren auch unsere Massnahmen zur weiteren Kostenoptimierung erfolgreich. Entsprechend konnten wir den Konzerngewinn deutlich steigern.» Dieser stieg auf 7,4 Millionen Franken (im Vorjahr 4,6 Millionen). Aus dem Teilverkauf der Casino Davos AG an die belgische Ardent Group konnte die Stadtcasino Baden AG zudem einen einmaligen Gewinn in Höhe von 1,4 Millionen Franken verbuchen. Der Verwaltungsrat schlägt dank dieser Zahlen daher vor, die Dividende von 20 auf 25 Franken zu erhöhen.

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