Rieden
Auf dem Oederlin-Areal bewegt sich etwas

Das westliche Fabrikgelände soll abgerissen werden. Es sollen dort neue Wohnungen enstehen – im Ostteil des Areals können die Mieter bleiben.

Corinne Rufli
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Hier ist das Westareal zu sehen – es soll abgerissen werden. cru

Hier ist das Westareal zu sehen – es soll abgerissen werden. cru

«Seit mehreren Jahren sind wir am Planen», sagt Irene Sidler, Liegenschaftsverwalterin der Oederlin AG. Was in den letzten 20 Jahren immer wieder gemunkelt wurde, könnte bald wahr werden: Auf dem Oederlin-Areal wird investiert. Die Oederlin AG plant Wohnungen. Die westlichen Fabrikgebäude, flussabwärts Richtung Nussbaumen gelegen, sollen abgerissen werden. «An ihrer Stelle planen wir primär Wohnungen», sagt Sidler. Stockwerkeigentum und Mietwohnungen soll es geben. Zusätzlich sind Büros und Ateliers vorgesehen.

Belastende Altlasten

«Mit den Mietern wird bereits geredet. Sie glauben noch nicht, dass einmal gebaut wird, da es immer wieder Pläne gegeben hat», sagt Sidler. Schon vor rund 20 Jahren wollte der Eigentümer alle Gebäude abreissen. «Man plante einzelne Wohnbauten», erklärt Sidler. Doch dazu ist es nie gekommen. Und einfach wird eine Neuüberbauung auch heute nicht. Die Altlastenbeseitigung ist aufwändig und teuer. «Momentan laufen umfangreiche Untersuchungen.

Sie sind noch nicht abgeschlossen», sagt Sidler. Im Westareal müsse der Boden wahrscheinlich metertief ausgehoben werden. Auf dem Areal stand das erste Gaswerk der Stadt Baden. Zu den Kosten der Bodensanierung kommen noch zusätzliche für den Anschluss an die Kantonsstrasse
und die Parkplätze. «Deshalb werden die Wohnungen nicht günstig», sagt Sidler.

Investorenwettbewerb vorgesehen

«Probleme sehe ich für den Neubau grundsätzlich keine, nur Herausforderungen», sagt Thomas Schmid, Geschäftsleiter der Oederlin AG. «Wir fokussieren das Projekt auf ein gutes städtebauliches Erscheinungsbild, dazu gehört auch die Integration des Industriekulturpfades. Es liegt uns sehr am Herzen, dass die neuen Wohnungen im Areal West gut eingebettet sind.»

Für die Realisierung des Wohnbau-Projekts ist ein Investorenwettbewerb vorgesehen. «Wir rechnen mit 100 bis 120 Wohneinheiten», sagt Schmid. Wann sie bezugsbereit seien, könne aus heutiger Sicht nicht klar beantwortet werden. Schmid betont jedoch: «Wir arbeiten konsequent Richtung Realisierung.»

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