Densbüren
Zwölf Wohnungen und ein Einfamilienhaus: Hier wird ein Grossprojekt realisiert

Im Ausserdorf in Densbüren, bei der Schule, sollen laut Baugseuch ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen und ein Einfamilienhaus entstehen.

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So soll das Mehrfamilienhaus aussehen.

So soll das Mehrfamilienhaus aussehen.

Visualisierung: zvg

Densbüren ist eine kleine Gemeinde. Sie besteht zum allergrössten Teil aus Häusern, in denen eine, zwei oder drei Familien leben. Deshalb ist das Neubauprojekt mit dem Projektnamen «Naturklang» so aussergewöhnlich: Im Gebiet Ausserdorf, direkt neben dem Kindergarten und ganz nahe an der Schule, entstehen ein Einfamilien- und ein Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen. Ein bestehendes altes Bauernhaus muss dafür abgerissen werden. Die Baukosten betragen gesamthaft 5,275 Mio. Franken.

Beim Projekt vom «Konsortium Densbüren» handelt es sich um eine Arealüberbauung. Das bedeutet, dass den Bauherren ein Nutzungsbonus, also eine höhere Ausnützung, gewährt wird; vorliegend 0,78 statt 0,7. Sie müssen aber im Gegenzug hohe Anforderungen erfüllen, unter anderem an die architektonische Gestaltung der Bauten und Freiräume und an die Einordnung ins Orts- sowie Landschaftsbild.

Das Projekt entspricht den Ortsbildkriterien

Im Fachgutachten, das dem Baugesuch beiliegt, steht, dass «die Gesamterscheinung am oberen Anschlag und die Körnung im Kontext mit den dörflichen Kubaturen maximal gross» sei. Dem Projekt wird aber attestiert, dass es «sorgfältig in die Topografie eingearbeitet» ist und «den Anforderungen der Ortsbildkriterien entspricht.»

Die Arealüberbauung besteht aus einem Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen sowie einem 5,5-Zimmer-Einfamilienhaus auf einem 17,8 Aren grossen Grundstück. Das Baugesuch liegt zwar in zwei Dossiers auf, die beiden Projekte gehören aber insofern zusammen, als dass sie nur gemeinsam bewilligt werden können.

Erschlossen wird die neue Wohnanlage, die eine Tiefgarage haben wird, über die Ausserdorfstrasse. Das Mehrfamilienhaus soll ein viergeschossiger Holzelementbau mit betoniertem Untergeschoss werden. Die Fassade ist in vorvergrautem Naturholz geplant.

Die Wohnungen stehen bereits zum Verkauf

Das schwierig zu bebauende Terrain bleibt laut Baugesuch nahezu unverändert. «Aufgrund der Formgebung und Topografie des Grundstücks entsteht ein abgestufter, in das Terrain integrierter Baukörper, bei welchem kein Geschoss dieselbe Geometrie aufweist, um adäquat auf die bestehende Topografie zu reagieren.»

Die insgesamt zwölf barrierefreien Wohnungen im Mehrfamilienhaus sind bereits zum Verkauf ausgeschrieben. Geplant sind zwei 2,5-Zimmer-Wohnungen, vier mit 3,5 Zimmern, fünf mit 4,5 Zimmern und eine mit 5,5 Zimmern. Sie kosten zwischen 420000 Franken und 1,1 Mio. Franken (für die 5,5-Zimmer-Attika).

Speziell: Der Spielplatz der Überbauung wird entlang des Strichenbächlis angeordnet. Dieses gehört so quasi zur Umgebungsgestaltung. Auf der rund 152 m2 grossen Spiel- und Freifläche sind Hochbeete, ein Sandkasten, eine Rutschbahn, ein «Widehüüsli» und ein Wasserspiel vorgesehen. (nro)

Das Dorf wächst nur langsam

Während andere Gemeinden in den letzten 50 Jahren massiv gewachsen sind, ist der Bevölkerungsbestand in Densbüren zeitweise deutlich zurückgegangen. Im Jahr 1974 hatte die Gemeinde 684 Einwohner. Doch dann sank der Bestand auf nur noch 616 anno 1982. Danach gings wieder aufwärts, 1990 vermeldete die Gemeinde erstmals mehr als 700 Einwohner (713). 1998 waren es schon 774. Dann gab es erneut einen Rückgang: Im Jahr 2011 fiel die Gemeinde wieder unter 700 Einwohner (693). Der bevölkerungsmässige Tiefpunkt der letzten Jahre war 2013 mit 676 Einwohner. Seither ist in der Tendenz eine Zunahme ersichtlich. Ende 2019 hatte Densbüren 728 Einwohner; das sind fünf weniger als im Vorjahr. Schwankungen in diesem Rahmen sind aber absolut normal.