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Wütender Facebook-Post um «Füdli-Gate» in Aarauer Festbeiz – doch am Ende kam alles gut

Die Kritik von «We Love Aarau» an der Aarauer Festbeiz kam längst nicht bei allen gut an.

Die Kritik von «We Love Aarau» an der Aarauer Festbeiz kam längst nicht bei allen gut an.

Die bei Aarauerinnen und Aarauern beliebte Facebook-Seite «We Love Aarau» hat mit einem kritischen Facebook-Post über eine Festbeiz ein regelrechtes «Füdli-Gate» entfacht. Stein des Anstosses sind verharzte Festbänke, eine rosarote Serviette und eine zerstörte Hose.

Es gibt wohl kaum eine Aarauerin oder ein Aarauer, der «We Love Aarau» nicht kennt. Auf der Online-Plattform, die bei Facebook bereits mehr als 4500 Likes verzeichnet, werden rege Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen angepriesen. Wer sich für das kulturelle Leben in der Kantonshauptstadt interessiert, informiert sich vorzugsweise hier. 

Am Mittwoch setzte die Plattform auf ihrer Facebook-Seite aber ein Post ab, dass alles andere als gute Werbung für ein Aarauer Etablissement macht. «Schlechtes Essen, überfordertes Personal und die Hose ist zum wegwerfen» zetert der Autor des Beitrags und zeigt mit dem Finger auf das «Aargauer Haus des Sports», das am 1. Mai im Rahmen des Eidgenössischen Turnfests eröffnet wurde und vom Gasthof zum Schützen betrieben wird.

So polterte «We Love Aarau» auf Facebook über das «Aargauer Haus des Sports».

Stein des Antosses für den wütenden Post waren offenbar die Sitzmöglichkeiten in der temporären Festbeiz am Aareufer im Schachen. Laut dem Schreiber tritt aus den Festbänken nämlich Harz aus, was das Sitzen für einige Besucher wohl zu einer recht klebrigen Angelegenheit machte. Um diesem Missstand zu begegnen, seien die Gäste vom Servicepersonal gebeten worden, einfach eine Serviette unter ihren Allerwertesten zu legen. Ein schlechter Rat, wie die ramponierte Hose auf dem Bild im wütenden Post zeigt.

Kritik an der Kritik

Trotzdem: Die Kritik am «Aargauer Haus des Sports» kam längst nicht bei allen Mitgliedern der «We Love Aarau»-Community an. «Sehr schade, derartige Posts auf eurer Seite zu lesen», schreibt eine Facebook-Userin und fügt hinzu: «Ein Lokal so anzugreifen, passt in meinen Augen nicht auf diese Plattform!»

Ein anderer User meint, es sei «echt unterste Schublade die Seite zu nutzen um dem persönlichen Frust Luft zu verschaffen». Auf diesen Kommentar entgegneten die Betreiber der Plattform, dass es sich beim Facebook-Auftritt um eine von Privaten erstellte Seite handle. Es sei daher alleine den Betreibern vorbehalten, wie sie die Seite nutzen. «Und: der Inhalt ist ganz und gar nicht (nur) persönlich», heisst es in der Antwort weiter. «Uns sind die Hosen und Röcke aller Aarauerinnen und Aarauer wichtig.»

Happy End für das «Füdli-Gate»

Nach all der Aufregung in der sonst so friedlichen Stadt-Community waren die Wogen zwischen der Online-Plattform und der Aarauer Festbeiz schliesslich aber wieder rasch geglättet.

Noch am Mittwochabend setzte «We Love Aarau» ein Update zum «Füdli-Gate» auf Facebook ab und erklärte: «Es wurde reagiert und die Bänke sind nun abgedeckt worden. So können nun alle harzfreie, schöne Abende im Aargauer Haus des Sports geniessen. Danke an den Gasthof zum Schützen für die Bänklianpassung.» 

Mit einer einfachen Abdeckung der Festbänke konnte das «Füdli-Gate» abgewendet werden.

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